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Reisewarnung aufgehoben: Was bedeutet das?

Zum 15. Juni wird die Reisewarnung für Europa aufgehoben.

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Reisewarnung aufgehoben: Was bedeutet das?

Ab dem 15. Juni wird die seit 17. März geltende Reisewarnung für fast alle Länder in Europa aufgehoben und durch Reisehinweise ersetzt. 

Neben den Ländern der Europäischen Union gehören dazu Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Aber was bedeutet das für Reisende? Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengefasst. 

Was heißt das für Urlauber?

Darf ich auch vor dem 15. Juni ins Ausland reisen?

Da eine Reisewarnung kein Reiseverbot ist, können Touristen auch vor dem 15. Juni ins Ausland reisen. Voraussetzung: Transport und Einreise ins jeweilige Land sind möglich – hat das Land die Grenzen bis zu diesem Zeitpunkt geschlossen, kann man als Tourist dort keinen Urlaub machen. Ob man das Risiko einer Reise  eingehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

Kann ich auch außerhalb der EU reisen?

Solange für ein Land weiterhin eine Reisewarnung besteht, werden Veranstalter auch keine Reisen dorthin anbieten. Nach derzeitigen Plänen sind das vorerst wohl auch beliebte Urlaubsländer wie Ägypten, Tunesien und die USA. Wann Reisen in diese Länder wieder möglich sein werden, ist bislang schwer absehbar – deshalb sollten Reisende stets die Sicherheitshinweise und Einreisebestimmungen auf der Webseite des Auswärtigen Amtes im Auge behalten.

Kann ich meine Reise trotzdem kostenlos absagen?

 

Wer vor Beginn der Pandemie schon einen Urlaub für diesen Zeitraum gebucht hat, sich aber mit einer Reise nicht wohlfühlt, muss womöglich mit Stornokosten rechnen. Das Recht auf einen gebührenfreien Rücktritt von der Reise gilt nur, wenn diese wegen außergewöhnlicher Umstände –erheblich beeinträchtigt ist. Diese Umstände sind zum Beispiel gravierende Änderungen der Reiseroute oder wenn gebuchte Hotels, Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungen aus dem Programm geflogen sind. Das ist aber von Land zu Land unterschiedlich und muss im Einzelfall entschieden werden. Deshalb kommt es auch darauf an, wie die Reisehinweise für die einzelnen Länder dann aussehen werden.

 

Muss ich nach dem Urlaub in Quarantäne?

Seit dem 10. April mussten Heimkehrer in Deutschland zunächst für zwei Wochen in häusliche Quarantäne - diese Vorschrift ist inzwischen aber teilweise wieder entfallen, und zwar für Rückkehrer aus EU-Ländern, Großbritannien, Island, Norwegen, Liechtenstein oder der Schweiz. Derzeit gilt die Pflicht nur noch für Einreisende aus Staaten außerhalb der EU bzw. des Schengenraums. Da sich Bestimmungen aber immer wieder ändern können, empfiehlt es sich, vor der Abreise Informationen zu suchen, zum Beispiel auf den Seiten des Auswärtigen Amts oder den jeweiligen Konsulaten.

Kann mir eine Reiserücktrittsversicherung helfen?

Die Versicherung übernimmt die Stornierungsgebühren, wenn der Versicherte selbst unerwartet krank wird oder durch Ereignisse (z.B. Tod eines Verwandten, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit) verhindert ist. Die Versicherung greift aber nicht, wenn es im Reiseland selbst zu Krisen kommt – zum Beispiel einem Lockdown. Ebenso gilt die reine Angst vor der Reise nicht als Grund, dass die Versicherung einspringt. Laut Bund der Versicherten ist auch eine behördlich angeordnete Quarantäne in Deutschland wegen Corona-Verdachts kein Versicherungsfall. Eine nachweisliche Infektion kann es aber sein, aber auch dann ist nicht gesichert, dass die Versicherung zahlt. Vorsicht: Manche Anbieter haben bereits die Pandemie-Folgen in den Versicherungsbedingungen ausgeschlossen.

Bringt mich das Auswärtige Amt im Zweifel zurück?

Eine Rückholaktion ist keineswegs gesichert, falls sich die Pandemie noch einmal verschlimmern sollte. Die Bundesregierung machte klar, dass bereits die erste Aktion ein großer Kraftakt war, der sich nicht wiederholen wird. Übrigens: Die Rückkehrer müssen sich durchaus an den Kosten der Rückreise beteiligen.