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Häusliche Quarantäne: Was passiert da?

Darf man während einer häuslich Quarantäne noch einkaufen gehen? Wir klären auf!

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Häusliche Quarantäne

Immer mehr Menschen müssen zuhause bleiben – auch im Radio 7 Land.

Und zwar nicht nur, weil sie am Coronavirus erkrankt sind, sondern weil sie Kontakt mit Erkrankten hatten oder in infizierten Regionen waren, zum Beispiel der italienischen Lombardei oder China. Viele Menschen legen sich aus Angst, selbst in Quarantäne zu geraten, einen Notvorrat an. Aber was genau passiert in der häuslichen Quarantäne, über die so viel gesprochen wird?

Was passiert in Quarantäne?

Darf ich in der häuslichen Quarantäne noch einkaufen gehen?

Nein, das geht nicht! Wenn die Behörden eine häusliche Quarantäne anordnen, dann muss das auch strikt durchgezogen werden. Man muss also tatsächlich in den eigenen vier Wänden bleiben. Aber nicht nur das: Auch der Kontakt zu den Mitbewohnern sollte so weit wie möglich vermieden werden. Wer sich in der häuslichen Quarantäne befindet, muss außerdem ein Protokoll über mögliche Symptome führen und zwei Mal täglich Fieber messen. Die Einkäufe müssen dann von Freunden oder Verwandten erledigt werden – Taschen werden vor die Tür gestellt.

Was passiert, wenn ich nicht an die Regeln halte?

Mal kurz zum Einkaufen gehen, wird ja sowieso nichts passieren? So einfach ist das leider nicht. Eine Verletzung der häuslichen Quarantäne kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden. Die Behörden überprüfen auch die Umsetzung der Auflagen in der häuslichen Quarantäne: Sie rufen mehrmals am Tag an und fragen nach dem aktuellen Gesundheitszustand. Ist man nicht zuhause, wird im Zweifel auch die Polizei eingeschaltet.

Wenn ich mich in häuslicher Quarantäne befinde, kann ich ja auch nicht arbeiten. Bekomme ich trotzdem meinen Lohn?

Natürlich! Geregelt ist das im Infektionsschutzgesetz. Nach diesem Gesetz bekommt jeder, den eine Quarantäne trifft, seinen Lohn für sechs Wochen ganz normal weitergezahlt. Ab der siebten Quarantäne-Woche gibt’s Krankengeld, so wie bei jeder anderen Krankschreibung eben. Auch Selbstständige bekommen Geld, die Abwicklung ist jedoch etwas komplizierter: Anhand eines Steuerbescheids aus dem letzten Jahr muss nachgewiesen werden, wie hoch der zu erwartende Dienstausfall sein wird.