Besser einkaufen mit weniger Plastik

Wir ersticken im Verpackungsmüll - das muss aber nicht sein, denn es gibt Alternativen.

Wir ersticken im Plastikmüll - das muss nicht sein!

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Fleisch, Obst und Gemüse: In Plastik eingeschweißt. Brot: Im Plastikbeutel. Wasserflaschen: Aus Plastik und in einer Plastikhülle. Es ist schon Wahnsinn, was wir bei einem ganz normalen Einkauf an Plastikmüll produzieren. Die Studie wurde in der jüngsten Ausgabe des Fachjournals «Applied Energy» veröffentlicht.

Mittlerweile ist das ein massives Problem für die Umwelt, im Meer gibt es schon quadratkilometergroße Plastikinseln. Jeder kann etwas dagegen tun, hat sich ein Student aus Konstanz gesagt – und den Laden Unverpackt aufgemacht.

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Unverpackt in Konstanz

Klopapier aus Bambus, biologisch abbaubare Seifen, Shampoos und Deos, Müsli, fair gehandelter Kaffee, getrocknete Früchte und Süßigkeiten, Bohnen, Linsen und Getreide: In großen Regalen stehen in Reih und Glied die Glasbehälter, in denen alle möglichen Waren angeboten werden – natürlich unverpackt! Für die Kunden gilt: Selbstbedienung, sagt Inhaber Jörn-Michael Wunderlich: "Egal ob sie ihr eigenen Behälter mitbringen oder diese bei uns kaufen oder leihen – immer wird erst der Behälter abgewogen, das Gewicht mit dem Stift auf den Behälter notiert und an der Kasse wird das Leergewicht dann wieder abgezogen."

Jörn-Michael Wunderlich ist beim Einkaufen immer aufgefallen. "Erstens muss ich immer diese kleinen Mengen kaufen, die dann teurer sind oder ich kaufe große Mengen, die mir dann schlecht werden. Das hat mich schon immer etwas geärgert. Dazu kommt dieser ganze Plastikkonsum und die Verschwendung der fossilen Rohstoffe."

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Wiederverwertbare Obstnetze

Müllvermeidung: Das fängt ja schon beim Obst- und Gemüsekaufen an. Da werden zig Plastiktüten im Supermarkt verwendet, dann kommt man nach Hause, und schmeißt die Tüten wieder in den Müll.

In vielen Bioläden ist das leider auch noch so das ein Bündel Plastiktüten zum Abreißen an der Obstkiste hängt und wenn man für jeden Apfel und für jede Paprika ein Tütchen nimmt kommt da ganz schön viel Müll zusammen. In vielen Bioläden gibt es allerdings auch Alternativen. Beispielsweise im Bioladen in Ulm-Söflingen.

Obstnetze Online kaufen

Grüne Obstnetze aus Polyacryl - fünf Stück kosten knapp sechs Euro aber die kauft man ja nur einmal. Die Obstnetze können nämlich jederzeit bei 30 Grad in der Waschmaschine gewaschen und wiederverwendet werden, auch für den Supermarkteinkauf nebenan. Die Obstnetze kommen gut an, sagt Michaela Burkhard vom Bioladen in Söflingen. Vor allem Frauen und Studenten verwenden sie fleißig.

Viele Kunden denken an die Umwelt und greifen deshalb gerne auf die wieder verwendbaren Obstnetze zurück. Ab nächsten Jahr wird es im Söflinger Bioladen jedenfalls kein Plastiktüten mehr geben.

Stoffwindel statt Plastik

Preisfrage: was glaubst Du? Wie viele Windeln braucht so ein kleiner Zwerg bis er nicht mehr in die Hose macht?

2,3 oder 4tausend Windeln? Falsch: es sind 5bis 6tausend! Da entstehen riesige Müllberge und Kosten. Deswegen sagt Rebecca Derwing aus Aulendorf, Stoffwindeln sind eine Alternative.  Sie berät als Stoffwindelberaterin im Kreis Ravensburg…. Judith Riether aus Bad Waldsee hat sie schon überzeugt:

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25 einfache Tipps zur Müllvermeidung

Wie kann man Müll im Alltag vermeiden? Die Journalistin Angelika Rusche-Göllnitz hat 25 Tipps und interessante Fakten zur Müllvermeidung zusammengestellt.