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Start: 14.11.2019

Kinotipp: Last Christmas

Was taugt der Film zum Mega-Weihnachtshit?

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Last Christmas

Marc meint:

Ich hatte richtig Spaß mit dem Film: unterhält, hat das Herz am rechten Fleck und ist stellenweise sehr lustig … trotz aller Schwächen. Aber der Reihe nach.

George Michael selbst war noch in die Vorproduktion eingebunden. Was übrigens zu einem eigentümlichen Drehbuchschlenker führt. Michael hat darauf bestanden, dass Obdachlosigkeit in der Geschichte eine Rolle spielen muss.

Kate (Emilia Clarke, die Drachenmama aus Game of Thrones) kommt mit dem Leben nicht recht klar. Hat Zoff mit Schwester und Mutter, hangelt sich mit One Night Stands von Übernachtungsmöglichkeit zu Übernachtungsmöglichkeit und arbeitet missmutig im Weihnachtsladen der Chinesin Santa. Aber wie es sich zur Vorweihnachtszeit gehört, Rettung naht. Kate trifft den etwas wunderlichen Tom (Henry Golding), der ihr Leben in völlig andere Bahnen lenkt…

Einen Vorwurf kann man dem LAST CHRISTMAS wirklich nicht machen: es ist keine romantische Komödie von der Stange. Kate ist gerade am Anfang eine recht unsympathische Zeitgenossin. Auch manch‘ Nebenfigur sträubt sich regelrecht gegen RomCom-typische „nette“ Schrulligkeit. Ob die chinesische Chefin, vor allem aber auch Schwester und Mutter von Kate. Außerdem bewegt sich die Geschichte schon recht früh in eine eigenartige Richtung und spätestens ab etwa der Hälfte der Spielzeit sollte erfahreneren Kinogängern klar sein, wohin der Hase prinzipiell läuft. Und trotzdem ließ mich die Wendung in der Geschichte nicht kalt und eines schafft der Film auf alle Fälle: ihr werdet LAST CHRISTMAS ab sofort mit etwas anderen Ohren hören.

Ja, kitschig. Ja, recht früh vorhersehbar. Ja, das mit der Obdachlosigkeit wirkt übergestülpt (aber keinesfalls unsympathisch) und die aktuellen Bezüge auf Brexit und Rassismus sind bestimmt gut gemein, aber nicht wirklich gut gemacht. Und trotzdem bibn ich mit einem Grinsen aus dem Kino gekommen. Emilia Clarke als ruppige Heldin, die Großmeisterinnen Emma Thompson und Michelle Yeoh mit grandiosen Augenblicken, dazu skurrile Momente mit einem Weihnachtsbaum aus fermentiertem Rosenkohl oder eine Last Christmas Winkekatze. Insgesamt eine hübsch verpackte Weihnachtsbotschaft mit grandiosen George Michael Songs.

Der Trailer zum Film

Der Trailer zum Film
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