Camping
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Wildcamping

Zelten in freier Natur – Paradies oder Problem?

2020 boomt das Camping so richtig – überfüllte Campingplätze und schnell ausgebuchte Zeltplätze sind die Folge. Viele weichen daher auf die freie Natur aus, doch ist das überhaupt erlaubt?

Wildcampen – Traum aller Outdoor-Enthusiasten, Albtraum der Naturschützer. Ausgerechnet im vergangenen Jahr erlebte das Camping einen richtigen Boom hierzulande. Unter anderem auch, weil Zelten sich als äußerst coronakompatibel erweist.

Sind vorgesehene Zeltplätze allerdings ausgebucht, und das passiert in letzter Zeit relativ häufig, dann ziehen viele das sogenannte Wildcamping in Betracht, Camping im Freien also. Was im ersten Moment nach einer guten Idee klingt, ist in Deutschland allerdings kaum erlaubt. So ist das Wildcamping in Baden-Württemberg beispielsweise grundlegend verboten. Auch in Naturschutzgebieten, Nationalparks und auf Privatgeländen ist es ein absolutes Tabu. Neben dem Müll, der oft hinterlassen wird, sehen Naturschützer aber ein noch viel größeres Problem: Allein die Anwesenheit der Menschen führt oft dazu, dass Tiere sich gegen diesen Lebensraum entscheiden. Insbesondere Eulen nehmen nachts menschliche Geräusche über weite Entfernungen hinweg wahr.

Wer dennoch in der freien Natur campen möchte, kann nach speziellen Naturlager- oder Trekkingplätzen Ausschau halten. Hier darf man sein Zelt in den meisten Fällen legal aufschlagen. Im Schwarzwald findet man beispielsweise einige solcher Plätze. Über die Verfügbarkeit sollte man sich allerdings frühzeitig informieren.