Zahnarzt
Symbolbild: Pixabay
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Das Radio 7 Morgenteam

Was gegen Angst beim Zahnarzt hilft

Linda aus dem Radio 7 Morgenteam kennt sich beim Zahnarzt bestens aus! Deshalb weiß sie auch genau, was gegen Zahnarzt-Angst hilft.

Wem stellen sich schon bei dem Gedanken um das Bohrgeräusch beim Zahnarzt die Zehennägel auf? Keine Sorge – da geht es vielen so! Linda aus dem Radio 7 Morgenteam ist zum Glück Profi auf dem Gebiet, immerhin hat sie schon in diesem Bereich studiert. Deshalb gibt es jetzt die besten Tipps, was du gegen die Angst vor dem Zahnarzt tun kannst.

 

1. Sprich darüber – mit den Behandelnden!

Als Angstpatient sollte man am besten vor der Behandlung das Team und den Arzt auf die Angst hinweisen und über die unangenehmen Gefühle sprechen. So kann sich der Zahnarzt und das medizinische Fachpersonal genügend Zeit nehmen und die Behandlung eventuell anders planen. Auch für den Patienten kann die Aussprache allein schon angstlösend wirken.

2. Einen verständnisvollen Zahnarzt suchen
Wenn du den Behandler nicht sympathisch oder einfühlsam findest, solltest du dich von ihm auch nicht behandeln lassen! Das Bauchgefühl ist gerade in solchen Situationen wichtig. Nimm dir deshalb genügend Zeit, einen verständnisvollen Zahnarzt zu finden.

3. Verhaltenstherapie
Was, wenn der Zahnarzt zwar empathisch ist, die Angst aber trotzdem nicht weggeht? Dann hilft eine Verhaltenstherapie. Die gibt’s beim Psychotherapeuten und kann – je nach Patient und Schwere der Angst – ganz unterschiedlich aussehen. Oft lernt man in der Therapie die „progressive Muskelrelaxation“, wobei man die Muskeln gezielt entspannt. Dabei entspannt sich letztendlich dann auch der Geist. Man lernt aber auch die Ursachen der Phobie und wie man es schafft, sie hinter sich zu lassen.

4. Sprich darüber – mit Gleichgesinnten!
Deine Freundin hat auch Angst vor dem Zahnarzt? Dann sprich darüber! Man muss sich für diese Phobie nicht schämen und es kann wirklich helfen, wenn man erfährt, dass es anderen Menschen genauso geht. Aus den Erfahrungen von anderen kannst auch du Neues lernen. Vielleicht hat diese Person die Phobie schon überwunden und du kannst von ihrem Wissen profitieren. Wenn du niemanden mit ähnlichen Problemen im persönlichen Umfeld hast, kannst du dich auch an Fremde wenden, zum Beispiel in entsprechenden Facebook-Gruppen oder Foren.

5. Autogenes Training
Dabei handelt es sich um eine Entspannungstherapie. In dem man sich gedanklich Sätze zur Beruhigung des Körpers und Geists ausspricht, entspannt man sich. So reguliert sich beispielsweise auch der Blutdruck und die Herzfrequenz, die Entspannung setzt ein und du verlierst von Minute zu Minute deine Ängste. Das funktioniert übrigens nicht nur bei der Angst vor dem Zahnarzt, sondern bei jeder anderen Art von Phobie. Gut zu wissen: Ein Kurs für autogenes Training wird von den Krankenkassen oft bezahlt, weil das Verfahren wissenschaftlich anerkannt ist und sich bewährt hat.

6. Hypnose

Alternativ zum autogenen Training kann man auch zu Hypnose greifen. Das Prinzip ist ähnlich zum autogenen Training, aber etwas schwieriger zu erlernen. Inzwischen gibt es auch viele spezialisierte Zahnärzte, die Hypnose anbieten!

Letztes Mittel: Vollnarkose
Eine Vollnarkose ist zwar möglich, aber wirklich nicht die beste Wahl: Sie belastet den Körper stark und es kann zu Komplikationen kommen. Bevor man also an Vollnarkose denkt, sollte man zuerst alle anderen Mittel ausschöpfen.

Vertrauen ist wichtig!

An einer Zahnarztangst sollte also bewusst gearbeitet werden! Die optimale Situation ist erreicht, wenn Zahnarzt und Angstpatienten ein gutes Verhältnis haben und sich gegenseitig vertrauen können.