Starkregengefahrenkarte
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Starkregengefahrenkarte
Unwetter

Starkregengefahrenkarten

Um die Bevölkerung für die Gefahren, welche Starkregen mit sich bringt, zu sensibilisieren, aber auch für die Bereitstellung von Informationen und Ideen für eine bessere Vorsorge, wurden die Starkregengefahrenkarten ins Leben gerufen.

Den Anfang machten acht Kommunen der Glemsregion. Durch sintflutartige Regengüsse und die dadurch anschwellende Glems liefen 2010 zahlreiche Keller und Tiefgaragen voll. Ein Schaden in der Höhe mehrerer Millionen Euro entstand. Die Kommunen schlossen sich daraufhin zusammen, um Vorsorge zu schaffen – es entstand die Starkregengefahrenkarte. Diese Karten dienen unter anderem dazu, zu zeigen, welchen Weg das Wasser in Richtung der Fließgewässer nimmt, sollte es zu Starkregen kommen.

Die Website starkregengefahr.de widmet sich genau dieser Art von Gefahrenkarte. Das Besondere an diesen Karten ist, dass sie nicht zu hundert Prozent statisch sind, da Starkregenereignisse dynamisch sind. Die Karten werden anhand von Modellrechnungen hergeleitet und versuchen nicht, ein reales Ereignis abzubilden. Vielmehr geht es darum, Gefahren aufzuzeigen, die bei verschiedenen Starkregenereignissen auftreten könnten. Bei der Interpretation der Karten ist es daher wichtig, sich vor Augen zu halten, dass es sich nicht um eine reale Abbildung der Ereignisse handelt, sondern um eine Überlagerung vieler potenzieller Möglichkeiten.

2019 wurde die Website starkregengefahr.de überarbeitet und steht seither allen Kommunen zur Verfügung, welche ihre Starkregengefahrenkarten öffentlich machen wollen. Bisher sind die Karten von Heidelberg, Blaubeuren, Ulm, Bammental, Gaiberg, Neckargemünd, Wiesenbach und die der acht Kommunen an der Glems zugreifbar. Aus dem Saarland ist außerdem die Starkregengefahrenkarte von Wadern abrufbar.

Die Plattform gilt als wichtiger Bestandteil des Risikomanagementprozesses der Kommunen. Sie ist darauf angewiesen, dass sich viele weitere Kommunen beteiligen, indem sie ihre Erfahrungen und Beitrage mit anderen teilen und Informationen weitergeben. Nur dadurch könne das Risikobewusstsein gesteigert und das Risiko vermindert werden.

Neben den Starkregengefahrenkarten werden beinahe bundesweit auch Hochwassergefahrenkarten bereitgestellt. Diese sind verpflichtend, da die Erstellung von Hochwassergefahrenkarten Bestandteil der EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinien ist. Die Karten zeigen auf, wo die von Gewässern ausgehenden Überschwemmungsgefahren zu erwarten sind.