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So kümmerst du dich richtig um einen Igel

Im Herbst kann es tatsächlich vorkommen, dass man einem Igel über den Weg läuft. Wie du dich dann am besten verhältst, liest du hier.

Einem Igel richtig helfen

Wichtiges vorab: Solltest du dir unsicher sein, wie du einem Igel helfen kannst oder wo du eine Auffangstation für die Tiere in deiner Nähe findest, kann dir beispielsweise die Seite von pro Igel e.V. oder der Igelhilfeverein Weißenhorn helfen!

Wann darf ich einen Igel in Obhut nehmen?
Igel sind Wildtiere! Daher gilt Grundsätzlich: Nur verletzte, kranke oder hilflose Igel dürfen laut Rechtsgrundlage in Obhut genommen und gesund gepflegt werden. Sind sie dann fit genug, sich selbst in der Natur erhalten zu können, müssen die Tiere umgehend in die Natur freigelassen werden. Wichtig ist auch, dass du einen Igel nie ohne Handschuhe oder ein Tuch anfasst und dir anschließend die Hände wäscht.

Doris Kast vom Igelhilfeverein Weißenhorn:

Warum sind die Bedingungen für Igel aktuell so schlecht?

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Was mache ich, wenn ich einen Igel im Garten finde?

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Darf ich einen Igel Zufüttern?

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Einen Igel richtig füttern

Igel sind Fleischfresser. Das solltest du beim Füttern von Igeln immer im Hinterkopf behalten. In ihrer normalen Umgebung ernähren sich vor allem von Insekten und sehr eiweiß- und fettreich sowie kohlenhydratarm. Daher solltest du beim Zufüttern oder in Obhut zum Beispiel auf folgende Nahrung zurückgreifen:

  • qualitativ hochwärtiges Katzennass- und trockenfutter mit einem hohen Fleischanteil.
  • ungewürztes Rührei

Zum Trinken solltest du dem Igel ausschließlich Wasser zur Verfügung stellen.

Finger weg von diesen Lebensmitteln:
Aufgrund ihres Verdauungssystems und dem verkürzten Darm solltest du also vorallem auf diese Lebensmittel verzichten:

  • Milch
  • Rohes Fleisch und rohe Eier
  • Nüsse
  • Obst & Gemüse
  • Kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln odet Reis

Wichtig: Achte darauf, die Futterstelle stets sauber zu halten und die Futterschalen täglich mit warm Wasser auszuspülen! So verminderst du die Gefahr, dass sich Krankheitserreger bilden.