Rieselkiesel
Rieselkiesel

Klangobjekt "Rieselkiesel"

für das SBBZ in Baindt

Rieselkiesel
Rieselkiesel

SBBZ Baindt

Mit großer Freude hat das SBBZ Sehen in Baindt am 12. November den „Rieselkiesel“ eingeweiht – ein außergewöhnliches Klangobjekt der Steinmetzin Stefanie Schneider aus Wangen im Allgäu. Die speziell für die Einrichtung entwickelte Sonderanfertigung bereichert ab sofort den Sinnesgarten und eröffnet Kindern mit Sehbeeinträchtigungen neue haptische und akustische Erlebnisräume.

Der Rieselkiesel besteht aus zwei Steinformen, zwischen denen eine mit Edelstahlstäben versehene „Klangtreppe“ eingearbeitet ist. Rieselt Kies hindurch, entstehen faszinierende Klänge, die zum Wahrnehmen und Ausprobieren einladen. Jede Steinfläche wurde individuell gestaltet; zusätzlich ist Brailleschrift integriert – ein besonderes Detail, für das die Künstlerin ein eigenes Patent angemeldet hat.

Die Idee entstand während der Landesgartenschau, wo Lehrerin Sabine Mahler das Potenzial des Objekts für die Arbeit mit sehbehinderten Kindern erkannte. Dank der großzügigen Unterstützung der Radio 7 Drachenkinder konnte der Rieselkiesel als maßgeschneiderte Doppelausführung realisiert werden: in einer niedrigen und einer höheren Variante. So ist das Klangobjekt für Kinder im Rollstuhl ebenso zugänglich wie für stehende Kinder – ein wichtiger Beitrag zur Barrierefreiheit und Inklusion.

„Wir sind überwältigt von diesem Kunstwerk“, betonte Dr. Marcus Adrian, Direktor des SBBZ Sehen. „Die Präzision, die Gestaltungstiefe und der pädagogische Wert dieses Unikats sind außergewöhnlich. Der Rieselkiesel ist ein wertvolles Lern- und Erfahrungsangebot für unsere Kinder.“