Winterreifen
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Winter

Ist dein Auto bereit für den Winter?

Der Winter kommt mit immer größeren Schritten auf uns zu. Auch dein Auto muss für Schnee, Glätte und Frost gewappnet sein- allem voran natürlich die Reifen! Was dabei zählt, liest du hier.

Winterreifen

Von O bis O – also von Oktober bis Ostern – das ist die altbekannte Regel, wenn es darum geht, in welchem Zeitraum Winterreifen auf dem Auto sein sollten. Doch was ist rundum Winterreifen noch wichtig und zu beachten? Hier erfährst du’s!

In Deutschland gibt es keine generelle Winterreifenpflicht. In gewissen Situation müssen jedoch auf allen 4 Rädern Winterreifen montiert sein. Das ist beispielsweise bei Schnee, Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch oder Eis- und Reifglätte der Fall. Die oben genannte O-bis-O-Faustregel ist dementsprechend nur ein möglicher Zeitraum, in dem bei uns winterliche Straßenverhältnisse herrschen können und dann entsprechend Winterreifen montiert sein müssen.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Von der situativen Winterreifenpflicht ausgeschlossen sind beispielsweise einspurige Kraftfahrzeuge (zum Beispiel Motorräder) oder Nutzfahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft.

Wie sind Winterreifen gekennzeichnet?

Winterreifen sind mit einem sogenannten Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit einer Schneeflocke) gekennzeichnet. Bis zum 30. September 2024 gelten auch Reifen mit M+S (Matsch + Schnee) Kennzeichnung als Winterreifen, solange sie vor dem 31. Dezember 2017 hergestellt wurden.

Wie erkenne ich, ob ich meine Winterreifen austauschen muss?

Abgefahrene Reifen lassen sich am besten am Reifenprofil erkennen. Dazu ist es wichtig, sich erstmal das Profil genau anzusehen. Das sollte in einem guten Zustand sein und keine Beschädigungen aufweisen. Zusätzlich gibt die Profiltiefe Auskunft über den Zustand der Winterreifen. Die misst du am besten mit einer Münze, denn der Messingrand einer 1-Euro-Münze misst genau 3mm. Verschwindet der Rand im Reifenprofil, ist noch genug Profil vorhanden. Für die Messung kannst du natürlich auch entsprechende Messgeräte zur Hand nehmen. Egal wie du misst, achte darauf, an mehreren Stellen des Reifens zu messen, da die verpflichtende Mindestprofiltiefe durchgängig erreicht werden muss.

Wichtig: Die gesetzliche Mindestprofiltiefe sowohl bei Sommer- als auch bei Winterreifen liegt bei 1,6mm. Der ADAC empfiehlt bei Winterreifen jedoch sogar eine Profiltiefe von 4mm und einen grundsätzlichen Austausch der Reifen nach spätestens 6 Jahren.

Auch das Fahrverhalten gibt Auskunft über den Zustand der Reifen. Häufiges ausbrechen aus der Spur und das Durchdrehen de Reifen beim Anfahren sind Indizien dafür, dass die Winterreifen zu alt sind und du sie besser austauschen solltest.

Was ist der Unterschied zwischen Winterreifen und Ganzjahresreifen. Was ist ausreichend und warum?

Ganzjahresreifen werden auch Allwetterreifen genannt und bilden den Kompromiss zwischen Winter- und Sommerreifen. Das Profil der Reifen ist also sowohl für den Sommer als auch für den Winter geeignet. Das bedeutet aber nicht, dass alle Ganzjahresreifen auch als Winterreifen genutzt werden können. Ausreichend als Winterreifen sind Ganzjahresreifen nur dann, wenn sie entweder mit dem Alpine-Symbol oder der M+S-Kennzeichnung (oben genanntes Verfallsdatum beachten!) gekennzeichnet sind. Ist das nicht der Fall, handelt es sich „nur“ um Sommerreifen und die situative Winterreifenpflicht wird nicht erfüllt.

Grundsätzlich haben Winterreifen großzügigere Lamellen, um für einen besseren Verzahnungseffekt auf der Straße zu sorgen. In winterlichen Verhältnissen bieten dir also reine Winterreifen den besseren Schutz!

Was passiert, wenn ich ohne Winterreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen erwischt werde?

Auf dich kommt ein Bußgeld von mindestens 60 € und ein Punkt in Flensburg zu. Das Bußgeld erhöht sich auf 80 €, wenn du andere durch die Situation behinderst – dazu kommt ebenfalls ein Punkt im Verkehrszentralregister.

Checkliste

Um dein Auto winterfest zu machen, solltest du auch an Folgendes denken:

  • Kühlerfrostschutz, Scheibenfrostschutz und Scheibenwischer prüfen
  • Autobatterie checken
  • Die Autobatterie ist laut ADAC die einsame Königin der Pannenstatistik. Wenn sie bereits bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt den Anlasser eher müde durchdreht, sollte sie dringend geprüft und – falls nötig – rechtzeitig ersetzt werden.
  • Türschlösser pflegen
  • Ein Universalspray oder ein anderes, nicht harzendes Öl kann helfen, dass die Türschlösser nicht zufrieren. Ansonsten hilft ein Türschlossenteiser zuverlässig – den aber aus gegebenem Grund NICHT im Handschuhfach lagern! ;)

Fahren bei Schnee & Eis:

  • Vor dem Losfahren das Auto vollständig von Schnee und Eis befreien.
  • Dem Motor nicht im Stand warmlaufen lassen und die Heizung vor dem Losfahren einschalten.
  • Bei Glätte vorsichtig beschleunigen und bremsen, ruckartige Lenkbewegungen so gut wie möglich vermeiden. Falls das Auto doch ins Schleudern kommt: Auskuppeln und behutsam gegenlenken. Reagiert es nicht mehr auf die Lenkung, hilft nur noch eine Vollbremsung.
  • Eiskratzer/Besen, Abdeckfolie und eine warme Decke sollten die Standardausrüstung in jedem Auto sein – also gerade im Winter nicht vergessen!