Der Böhringer See wurde unter Strom gesetzt.
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Der Böhringer See wurde unter Strom gesetzt.

Hier Steht ein See unter Strom

Warum der Landesfischereiverband diesen See unter Strom setzt und was das mit den Fischen macht.

„Menschen sollen sich vom Wasser fern halten“, appellierte die Stadt Radolfzell in den vergangenen Tagen wegen des Böhringer Sees. Darin steckt nicht etwa das Monster von Loch Ness, sondern jede Menge elektrischer Strom. Und das kann lebensgefährlich sein, wenn man als Mensch mit dem Wasser in Berührung kommt. Für die Fische ist es weniger gefährlich – wegen ihnen wird der ganze Aufwand betrieben. Sie werden durch den Strom kurz Ohnmächtig und dadurch an die Oberfläche befördert.

Aber nicht, damit Zander, Hecht, Karpfen oder Rotauge im nächsten Restaurant auf dem Teller landen. Die Fische werden nur gezählt und schwimmen dann quietschfidel weiter. So erklärt es Ingo Kramer, Geschäftsführer des Landesfischereiverbands und seit 30 Jahren Elektrofischer.

Weshalb er an den Böhringer See zur Fischzählung bestellt wurde?
Es geht um eine Bestandsaufnahme der Lebewesen im Wasser. Dazu muss man wissen: Der Natursee hat immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Algen, zu viele Raubfische, Trockenheit: All das kann das Fischleben im See beeinflussen.  Über das Elektrofischen, wo die Fische kurz ohnmächtig nach oben kommen, kann kontrolliert werden, welche Arten im See noch vorkommen, ob es eine Überpopulation gibt und und und. Am Fischbestand lässt sich nämlich auch erkennen, wie es um die Wasserqualität steht, und ob der Sauerstoff- und Nährstoffgehalt für die Fische in Ordung ist.