backen
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Wie du deine Backwaren haltbar machen kannst

Haltbarkeit zur Weihnachtszeit

In der Weihnachtsbäckerei... Es ist Backzeit! So kannst du deine Zutaten länger haltbar machen.

Zucker
Zucker

Zucker

Zucker zählt zu den Lebensmitteln, die relativ schwer verderben. Das liegt an der Kristallstruktur. In Zucker ist kein Wasser enthalten, weswegen Schädlinge und Mikroorganismen schlichtweg verdursten.

Es gibt eine ganz einfache Regel, damit dein Zucker haltbar bleibt: Von Feuchtigkeit fernhalten. Achte darauf, dass sich kein Kondenswasser bildet, beispielsweise durch die Nähe zum Backofen. Ein verschließbares Gefäß eignet sich am besten. Bei Verklumpung kannst du ein Lebensmittel in den Zucker legen, dass Feuchtigkeit aufnimmt, z.B Reis oder ein Stück Brot. Falls die Verklumpung nicht verschwunden ist, hilft es, den Zucker einfach in einem Gefrierbeutel zu zerhacken:)

 

Mehl
Mehl

Mehl

Es gilt: Je heller das Mehl, desto länger haltbar. Auch Mehl sollte trocken gelagert werden, damit es so lang wie möglich haltbar ist. Generell hängt die Haltbarkeit vom Ausmahlungsgrad und dem Fettgehalt ab. Solche mit geringem Ausmahlungsgrad, also helles Mehl, ist länger haltbar, da ein geringerer Schalenanteil enthalten ist.

Mehl im Überblick

  • Mehl Typ 1050 (Weizenmehl): 3 bis 6 Monate
  • Mehl Typ 1370 (Roggenmehl): 3 bis 6 Monate
  • Mehl Typ 405 (Weizenmehl): 12 bis 18 Monate
  • Mehl Typ 550 (Weizenmehl): 12 bis 18 Monate
  • Mehl Typ 815 (Roggenmehl): 12 bis 18 Monate
  • Mehl Typ 630 (Dinkelmehl): 12 bis 18 Monate

Ist mein Mehl schlecht?

  • Sind Schädlinge enthalten: Durchsieben, Klumpenbildung, feine Fäden,
  • ranziger Geruch,
  • Schimmel durch Feuchtigkeit

 

Butter
Butter

Butter

Wusstest du, dass man Butter auch in einem Einmachglas kaufen kann? Das Ganze kannst du mit deiner herkömmlichen Butter ganz einfach selber machen, sodass sie bis zu einem Monat haltbar ist. Du brauchst dafür ein gut gereinigtes/ sterilisiertes Einmachglas. Am besten du benutzt kleine Gläser mit kleinen Portionen, da auch die eingemachte Butter nach dem Öffnen schnell schlecht wird. Benutze eine Butter, die dir schmeckt, sonst ist das ganze Einkochen auch umsonst.

Du gibst die Menge an Butter, die du möchtest in einen Topf, dort erwärmst du sie, sodass sie flüssig wird. Falls die Butter spritzen sollte, schalte die Temperatur etwas zurück. Irgendwann sollte sie anfangen zu schäumen und bekommt eine gelbe Schicht. Achte darauf, dass du die Butter, die ganze Zeit über etwas rührst. Die Butter sollte sich  darüber hinaus nicht festbrennen, das kann krebserregend sein. Danach sollte die Butter langsam wieder aufhören zu schäumen. Das ist der Zeitpunkt, indem du besser zu zweit sein solltest. Einer füllt die flüssige Butter in Gläsern ab, die andere Person bleibt beim Buttertopf und rührt weiter.

Lasse einen Zentimeter Abstand zum Rand. Nun beginnt sich die Butter in cremige Butter und Butterschmalz aufzuteilen. Deshalb solltest du die Gläser alle paar Minuten schütteln. Nutze am besten ein Geschirrtuch, denn das Glas ist heiß. Du solltest solang  weitermachen, bis die Gläser langsam abkühlen. Zur Beschleunigung kannst du sie auf Eis stellen, aber nicht zu voreilig, sonst platzen die Gläser.

Nach dem Öffnen eines Glases kannst du die Butter auf die römische Art lagern. Dazu stellst du das Glas umgedreht ohne Deckel in ein Wasser Behältnis. Dann ist sie bis zu zwei Wochen selbst geöffnet noch haltbar.

Hefe
Hefe

Hefe

Frische Hefe sollte im Kühlschrank gelagert werden und ist zwischen 10 und 14 Tage lang haltbar. Trockenhefe hingegen sollte bei trockener Lagerung Monate bis zu Jahren haltbar sein. Für frische Hefe gilt nach der Öffnung, dass du es in einem luftdicht verschließbaren Behältnis lagerst. Also z.B in einem Gefrierbeutel, einem Glas oder in einer Plastikdose.

Zudem kannst du trocken Hefe sowie frische Hefe auch einfrieren. Frische Hefe sollte nicht zu nah aneinander gelagert werden, da sie sonst zusammen klebt. Außerdem sollte sie luftdicht verpackt werden. Darüber hinaus sollte die frische Hefe nicht länger als 6 Monate eingefroren sein, da sie ansonsten evtl. ihre Triebkraft verliert.

Du erkennst die geringere Triebkraft, wenn du die Hefe in ein Glas mit lauwarmem Wasser und gelöstem Zucker gibst. Schwimmt die Hefe nach 2-3 Minuten oben, so ist sie noch gut, ist dem nicht so, solltest du lieber eine andere Hefe verwenden.

Walnüsse
Walnüsse

Nüsse

Generell kann man sagen, dass die Haltbarkeit der Nüsse von ihrem Zustand abhängt. Sind sie beschädigt, sollte man sie beispielsweise früher verwenden. Mit Schale gilt: Wenn du sie kühl und trocken lagerst, sind sie ca. 6 Monate haltbar, vor der Nutzung solltest du das aber auf jeden Fall noch überprüfen. Teilweise überdauern sie sogar bis zur nächsten Saison, dafür legst du sie jedoch am besten in die Tiefkühltruhe. Ohne Schale kannst du sie ca. 4 Wochen im Kühlschrank lagern.

Tipps:

  • Nachdem ernten, säubern und trocknen. Am besten einlagig und jeden zweiten Tag etwas bewegen, sodass die Luft um sie herum zirkulieren kann.
  • Achte darauf, dass sich keine Feuchtigkeit sammelt.
  • Später in einem luftdurchlässigen Sack lagern
  • bereits angebrochene Nüsse sofort verzehren
  • zerkleinerte Nüsse sollten so gelagert werden, dass sich kein Kondenswasser bildet

Haltbarkeit prüfen:

Es gilt die Regel: sehen, riechen, hören, schmecken. Du solltest sie nicht mehr essen, wenn folgende Kriterien zustimmen.

  • Muffiger, ranziger Geruch,
  • bitterer Geschmack
  • klappert beim Schütteln (alter vertrockneter Kern)
  • Schimmel, Schädlinge