Einkaufsladen
unsplash
Einkaufsladen
Einkaufen

Geld sparen beim Lebensmitteleinkauf

Gehört hast du einige dieser Tipps bestimmt schon oft. Einkaufszettel schreiben, nicht hungrig einkaufen gehen, der „Quengelware“ an der Kasse widerstehen… Aber was steckt hinter diesen Tipps und wie kann man sie gut in seinen Alltag integrieren?

Budgetüberblick verschaffen:
Ein erster Schritt beginnt schon, bevor es überhaupt an das Schreiben eines Einkaufszettels geht. Überleg dir, wie viel du aktuell pro Woche für Lebensmittel ausgibst. Dazu kannst du beispielsweise über eine Woche oder einen Monat alle Kassenzettel sammeln und die Beträge zusammenrechnen. So hast du zudem noch einen Einblick, wo du vielleicht noch den einen oder anderen Euro sparen kannst. Auch langfristig kannst du so beispielsweise in Form einer Tabelle den Überblick über deine Ausgaben behalten.

Wochenplan:
Schreibst du dir für jede Woche einen Plan? Zu welcher Mahlzeit du was essen möchtest? Damit kannst du deutlich einfacher und effizienter deine Einkaufsliste schreiben, weil du weißt, was du in der kommenden Woche tatsächlich brauchst. Dadurch verhinderst du, später doch einen zu langen Einkaufszettel zu haben und dein Budget zu überziehen. Zum anderen bietet es sich an, den Plan so zu erstellen, dass du auch deine Vorräte miteinbeziehst. So kannst du zum Beispiel den Reis, der vergessen hinten in deinem Schrank steht, fest miteinplanen. Oder aber du planst dein Mittagessen in der kommenden Woche mit ähnlichen Zutaten, die du gerne magst. Diese kannst du dann in unterschiedlichen und einfachen Variationen verkochen und die nötigen Produkte in größeren Mengen kaufen, was oftmals Geld spart. Außerdem kannst du hier auch eher saisonale Lebensmittel einplanen. Das bietet Abwechslung, ist gesund und meistens auch preiswerter, als teurere Importwaren zu kaufen.

Auch kannst du einplanen, wann du deine Einkäufe erledigen möchtest. Dabei ist es dir überlassen, ob du nur einmal die Woche einkaufen gehst, oder vielleicht ein zweites Mal, um frisches Obst und Gemüse einzukaufen. Mehr als 1-2 Mal pro Woche solltest du jedoch vermeiden, denn wer öfter einkaufen geht, verbringt mehr Zeit im Supermarkt oder Discounter und gibt am Ende mehr Geld aus, auch wenn es sich jedes Mal nur um scheinbar kleine Summen handelt.

Einkaufszettel:
Schon sich auf einen Wochenplan zu beziehen, erleichtert dir das Erstellen des Einkaufszettels. Außerdem kannst du, wenn du in einen Markt gehst, den du schon kennst, grob deinen Weg vorplanen und die Einkäufe danach einteilen. So vermeidest du später unnötige Wege, die dich verleiten könnten, Dinge zu kaufen, die dir sonst vielleicht gar nicht aufgefallen wären.

Direkt vor dem Einkauf:
Ein paar Feinheiten vor dem Einkauf können dir den nächsten Schritt nochmals erleichtern. Du kannst beispielsweise statt einem der Einkaufswagen, die so konzipiert sind, dass der Inhalt nach möglichst wenig aussieht, auch einen deutlich kleineren Korb nehmen. Gerade wenn du nur für eine Person einkaufst oder gerade nur für wenige Dinge in den Laden gehst, bietet sich das an. Bestimmt ist dir auch schon aufgefallen, dass die Räder des Einkaufswagens unfassbar laut sind. Dadurch gehst du unterbewusst langsamer, damit die Räder nicht so laut sind und verbringst damit mehr Zeit im Laden. Das soll dich dazu verleiten, auch mehr zu kaufen.

Beim Einkaufen:
Es gibt viele Maschen der Werbe- und Lebensmittelindustrie, um die Menschen zum Kaufen zu verführen. Das beginnt schon allein bei der dort geschaffenen Umgebung. Von der Temperatur über das Licht bis zur laufenden Musik ist dort alles so eingerichtet, um einem ein wohliges Gefühl zu geben. Das wiederum führt dazu, dass man länger im Laden bleibt und Gelegenheit zu mehr Spontaneinkäufen hat. Auch die gleich zu Beginn platzierten Frischwaren wie Obst und Gemüse, Blumen oder die herrlich duftenden Brote und Brötchen zählen dazu und sollen deinen Appetit anregen. Gezielt gefärbte Beleuchtung dient dazu, die Frische der Produkte zu unterstreichen. Um sich dem zur Wehr zu setzen, hilft es schon darüber Bescheid zu wissen!

Ein weiterer Trick der Märkte liegt in dem Aufbau der Regale. So sind die mittleren Regalreihen bei den Unternehmen teils hart umkämpft. Denn: Was schnell sicht- und erreichbar auf Augenhöhe ist, wird eher gekauft. Dabei ist die sogenannte „Bück- und Streckware“, die sich über oder unter dem Sichtfeld befindet, meistens günstiger. Auch die Waren am Anfang eines Ganges sind meistens die teureren. Denn viele Kunden möchten schnell mit dem Einkauf fertig sein und deshalb wird zu Waren gegriffen, die am geschicktesten liegt. Dabei wird teils sogar berücksichtigt, die Produkte geschlechterspezifisch anzubringen - also Produkte mit Frauen als Zielgruppe ein wenig tiefer zu platzieren als die für Männer. Wenn du schon dabei bist, dir das Regal genauer anzuschauen, lohnt es sich auch einen genaueren Blick auf die Preisschilder zu werfen. Denn viel aussagekräftiger als der Preis des Produktes ist dieser auf Gewicht oder Volumen gerechnet. Vergleiche einfach mal den 100g-Preis mancher Produkte. Oft ist ein „Schnäppchen“ mehr Schein als Sein oder umgekehrt ein vermeintlich teureres Produkt auf die Menge gerechnet günstiger. So tappst du auch nicht mehr in Fallen wie bunt beworbene „Sparpackungen“ oder Sonderangebote.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass die meisten Märkte so konzipiert sind, dass man auf der rechten Seite hinein und auf der linken wieder hinausgeht und durch jedes Regal laufen muss, bis man an der Kasse ist? Auch das soll bewirken, dass die Menschen mehr kaufen. Zum einen, da sich die prozentual gesehen häufigeren Rechtshänder wohler fühlen, wenn ihre dominante Hand außen ist und somit auch kaufen mehr. Aber auch deshalb, dass der Kunde möglichst durch den ganzen Laden laufen muss und so zu möglichen Spontankäufen verleitet wird.

Auch bei komplett abgesonderten Aktionsangeboten lohnt es sich, zweimal hinzuschauen. Denn diese werden gerne abseits ihrer Konkurrenzprodukte platziert, damit ihr deutlich höherer Preis nicht auffällt. Das wird auch gerne mit Kreuz- und Querverkaufswaren gemacht. Dazu zählt beispielsweise die Bechamelsoße, die passenderweise genau neben dem Spargel platziert wird.

An der Kasse:
Wenn du mit Bargeld anstatt mit Karte zahlst, hast du oft den besseren Bezug zu dem Prozess, dass du gerade Geld ausgibst. Auch gilt es im Bereich der Kasse der Verlockung der sogenannten „Quengelware“ zu widerstehen. Der Stress liegt hinter einem, man kommt an der Kasse zur Ruhe und auch der Blutzuckerspiegel sinkt wieder. Da ist die Verlockung der geschickt platzierten Kassenware groß.