Unsplah/Toomas Tartes

Der Radio 7 Gipfelknigge

Bei diesen Temperaturen macht das Wandern richtig Spaß. Doch darf mein Vierbeiner mich begleiten und wohin eigentlich mit Abfall? Der Radio 7-Gipfelknigge klärt auf, was erlaubt ist und was du besser sein lässt.

1. In der Natur wird nichts zurückgelassen!
Für viele eine Selbstverständlichkeit, für einige schwer zu verstehen. Ganz egal ob Bananenschale, Zigarettenstummel oder die Müsliriegelverpackung. All das gehört fachgerecht entsorgt, denn das Einzige, was wir auf dem Pfad zurücklassen wollen, sind schließlich unsere Fußabdrücke. Deshalb: Denkt beim Rucksack packen unbedingt an eine Mülltüte!

2. Halte Abstand von Wildtieren!
Solltest du auf deinem Abenteuer auf Tiere treffen, gilt es ein paar Regeln zu beachten. Vor allem: Ruhe bewahren. Entferne dich also ruhig und langsam von deinem Gegenüber, renne nicht und versuche sie auch nicht mit Essen zu bestechen. So kannst du einer Konfrontation entkommen und somit dich und das Tier schützen.

3. Hinterlassenschaften gehören versteckt!
Oftmals findet man in der Natur keine Toilette. Doch was tun, wenn das große Geschäft nicht mehr länger auszuhalten ist? In diesem Fall gilt: Hinterlasse jeden Ort so, wie du ihn gerne antreffen möchtest. Dazu gehört, deine Hinterlassenschaften entweder gut zu überdecken (beispielsweise mithilfe von Blättern und Zweigen) oder besser noch zu vergraben. Tempos gehören dann übrigens in deinen Müllbeutel!

4. Hunde gehören an die Leine!
Viele Wildtiere leben in den Bergen. Und die sind nicht alle unbedingt umgänglich, da sie an erster Stelle ihren Nachwuchs schützen wollen. Andere sind sehr menschenscheu und flüchten ruckartig. Die Gefahr eines Absturzes in den Bergen ist hierbei groß. Um also für deren Sicherheit, als auch für die deines Vierbeiners zu sorgen, lass deinen Hund nicht frei laufen.

5. Halte dich an vorgesehene Routen!
Auch wenn manche Wege sehr abenteuerlich erscheinen können, ist das Beachten von ausgeschriebenen Pfaden unumgänglich. Es hat einen Grund, weshalb dies so ist. So kann auf Wildpfaden für keinerlei Sicherheit gesorgt werden. Außerdem haben sich auch die tierischen Bewohner an bestimmte Wegnetze gewöhnt und meiden diese meist. Wer sagt denn, dass ausgeschriebene Routen nicht abenteuerlich sind?

6. Pflücke oder Nasche nichts Unbekanntes!  
Du möchtest deinem Schatz als große romantische Geste ein Alpen-Edelweiß pflücken? Das lass besser sein! Die schöne Pflanze steht aufgrund ihrer Seltenheit unter Schutz und darf nicht aus der Natur entwendet werden. Auch was das Naschen von Beeren oder Pilzen angeht, ist Vorsicht geboten. Nicht alle sind zum Verzehr geeignet und teilweise sogar giftig! Wenn du dich nicht auskennst, lass besser deine Finger davon.

7. Zelte nur auf ausgewiesenen Plätzen!
Eine Nacht unter freiem Himmel mitten in der Natur - das klingt himmlisch. Weniger himmlisch sind jedoch die Geldbußen, die auf dich zukommen, wenn du erwischt wirst. Je nach Verstoß können dann bis zu 2.500 € Strafe fällig werden. Hier geht der Schutz der Natur und ihrer Bewohner vor. Informiere dich also am besten vorab, wo du auf deiner Route nächtigen darfst.