finanzen
finanzen

Das ändert sich im Juli

Vertragskündigungen werden einfacher, dein altes Handy kannst du nun am Supermarkt abgeben und einiges mehr - das ist neu im Juli.

Vereinfachung von Vertragskündigungen

Ab dem 1. Juli wird es eine Vereinfachung der Vertragskündigung geben und das bedeutet unter anderem, dass längere Vertragslaufzeiten von bis zu zwei Jahren nur noch erlaubt sind, wenn der Kunde parallel auch ein Angebot über einen Ein-Jahres-Vertrag bekommt, der monatlich nicht mehr als 25 Prozent teurer ist. Außerdem verkürzt sich die Kündigungsfrist von drei auf einen Monat. Für online geschlossene Verträge kann auch über denselben Weg wieder gekündigt werden, also online. Hierfür müssen die Unternehmen auf ihren Websites einen gut erkennbaren Kündigungsbutton installieren. Auf die Kündigung soll dann auch sofort eine Bestätigungsmail folgen.

Konkret geht es um die Verträge, die regelmäßige Lieferung von Waren oder regelmäßige Erbringung von Dienst- oder Werkleistungen umfassen, etwa das klassische Zeitungsabo, Unterrichtsverträge, die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, Handyverträge und Streamingdienste.

Elektroware

Wer ein altes Handy oder den kaputten Rasierer loswerden möchte, kann das künftig im Supermarkt tun. Ab kommenden Monat müssen diejenigen Supermärkte und Discounter, welche regelmäßig Elektrogeräte verkaufen und über eine Fläche von 800 Quadratmetern verfügen, Altgeräte kostenfrei entgegennehmen. Da Aldi, Edeka, Rewe und Co. Produkte wie Wasserkocher oder Staubsauger anbieten, trifft das auf viele große Supermarktketten zu. Die neuen Vorschriften gelten auch für den Online-Handel.

Die Regelung gilt für Elektro- und / oder Haushaltsgeräte mit einer Kantenlänge von bis zu 25 cm.

Mindestlohn

Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales soll ab dem 1. Juli die Höhe des Mindestlohns steigen. Ab Anfang Juli wird er zunächst auf 10,45 Euro aufgestockt und ab Oktober 2022 wird er dann, so wie von der Ampelkoalition beschlossen, zwölf Euro betragen.

Rauchen wird teurer

Ab 1. Juli steigt die Tabaksteuer. Dann kostet die Packung a 20 Stück rund zehn Cent mehr. Die Preissteigung gilt dann außerdem auch für die Tabakersatz-Produkte wie "Liquids", Wasserpfeifentabak und E-Zigaretten. Schon zu Beginn diesen Jahres mussten sich Rauchende darauf gefasst machen, dass Produkte teurer werden.

Pfandsystem

Ab Juli sollen in Supermärkten und Discountern auf Einwegplastikflaschen und-Dosen Pfand im Wert von 25 Cent erhoben werden. Diese Regelung gilt aber bereits seit Januar 2022, die Hersteller hatten eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli.

Rente

Die Deutsche Rentenversicherung teilt mit, dass ab dem 1. Juli die Rente erhöht werden soll.  Das bedeutet für 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner einen ersichtlich höheren Rentenbetrag. Im Westen steigen die Bezüge auf 5,45 Prozent und im Osten 6,12 Prozent - die höhere Rentenanpassung im Osten liegt an der Rentenangleichung der beiden Bereiche.