Alkohol
Alkohol
Lebensmittel

Alkohol in Lebensmitteln

Bei Rumkugeln oder Weinsauerkraut ist dir vermutlich bewusst, dass diese Lebensmittel Alkohol enthalten. Doch Alkohol versteckt sich in einigen Lebensmitteln. „Alkoholfrei“ bedeutet in Deutschland nicht direkt auch „ohne Alkohol“. Das liegt vor allem daran, dass die Kennzeichnungspflicht in Deutschland erst bei 1,2 % losgeht. Außerdem gilt Alkohol nicht als Zutat, sofern er sich nur als Hilfsmittel im Produkt befindet. Als Hilfsmittel kann er zum Beispiel gelten, wenn er als Lösungsmittel für Aromen dient.

Gefährlich kann das für trockene Alkoholiker sein, aber auch für Kinder. Allerdings nicht wegen der Wirkung des Alkohols, sondern weil sich Kinder dadurch schneller an den Geschmack von Alkohol gewöhnen könnten.

Diese Lebensmittel enthalten ungekennzeichneten Alkohol:
Viele Fertigprodukte enthalten bis zu einem halben Gramm Alkohol pro Gericht. In Fruchtgetränke und malzhaltige Getränke sind Gehälter zwischen 0,2 bis einem Prozent Alkohol erlaubt, ohne sich kennzeichnen zu müssen. Gerade bei Süßigkeiten, welche bei Kindern sehr beliebt sind, können ebenfalls bis zu 0,9 Prozent Alkohol enthalten sein. Lebensmittel, welche durch beispielsweise Gärungsprozesse von Natur aus Alkohol enthalten, müssen ebenfalls nicht gekennzeichnet sein. Dazu zählen zum Beispiel Kefir oder Sauerkraut.  

Diese Lebensmittel enthalten gekennzeichneten Alkohol (oft unerkannt von Kunden):
In bestimmten Speiseeissorten, Konfitüren, Speisequarkgerichten oder Gewürzkuchen kann Alkohol in Form von Amaretto, Rum, Weinbrand, Kirschwasser oder Wein vorkommen. Dieser ist zwar auf dem Produkt selbst gekennzeichnet, jedoch wird diese Kennzeichnung von Kunden oftmals übersehen. Auch in Fertigsuppen oder Fertigsoßen kann Alkohol in Form von Gin, Cognac, Sherry oder Weinbrand vorkommen.

So erkennst du Alkohol in Lebensmitteln:
Der wichtigste Tipp ist das Durchlesen von Inhaltsstoffen. Dabei kannst du vor allem auf Begriffe wie Ethylalkohol, Äthylalkohol, Ethanol und Äthanol achten, welche auf Alkohol hinweisen. Auch auf die sogenannten E-Nummern kannst du achten. E 334 steht für Weinsäure, E 1519 steht für Benzylalkohol oder Phenylmethanol. Wenn du mal außerhalb essen bist, kannst du in Restaurants und Cafés ebenfalls nach den Inhaltsstoffen und der Zugabe von Alkohol fragen.
In Großbritannien gibt es im Übrigen schon eine Regelung, die Folgendes besagt: Produkte mit einem Alkoholgehalt bis zu 0,5 Prozent dürfen nicht als „alcohol free“, also alkoholfrei, sondern müssen als „low alcohol“, also alkoholreduziert, gekennzeichnet werden.