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Die Brezel Diskussion - Radio 7

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Die Brezel Diskussion

Bild: Marionzetta / Flickr.comEs gibt Dinge über die sollte man sich keine Gedanken machen. Man macht es auch nicht - normalerweise. Aber wie es sich so ergibt, wenn man mit Freunden zusammen sitzt, kommt dann doch die ein oder andere bizarre Diskussion zustande. Und zu diesen Diskussionen gehört auch die Brezel Diskussion. Die Leitfrage dieser Diskussion ist: Wie rum ist die Brezel richtig. Ist das dicke Stück oben oder das Dünne? Und so kann aus einer kleinen banalen Anfangsfrage eine ewige Diskussion mit den unterschiedlichsten Meinungen werden.

 

Davor hat man sich noch nie Gedanken darüber gemacht. Es war ja eigentlich komplett klar, wie die Brezel richtig rum gehört- dachte man zumindest. Doch im Laufe des Gesprächs kommt raus, 50% halten ihre Brezel mit dem dicken Stück nach oben, 50% halten ihre Brezel mit den zwei dünnen Bögen nach oben. Aber was ist eigentlich richtig? Ein wahres Richtig gibt es eigentlich gar nicht. Jeder beharrt auf seiner Meinung. Es gibt im Internet ganze Diskussionsforen, die sich nur mit diesem Thema beschäftigen und es wurde eine offizielle Internetseite Namens dieBREZEL.de erstellt, deren Inhalt allein diese Frage ist.

 

Auch Experten streiten sich, wenn es zu dieser Diskussion kommt.  Auf dieBrezel.de haben sich einige Bäckereien dazu geäußert:

 

Das Backwerk in Essen ist der Meinung die Brezel gehöre mit den beiden Bögen nach unten. Sie sei nämlich den verschränkten Armen einer Frau nachempfunden. Die Brezialisten  aus Mainz-Kastel begründen dies anderes. Es komme ganz auf die Sichtweise an, von der man die Brezel betrachtete. „Normalerweise, wenn sie als Bild dargestellt wird, ist der dicke Teil der Brezel, in der Fachsprache der "Bauch genannt, oben.“

 

 

Bild: Emmanuel Gadenne /flickr.comDie Bäckerei Hoffmann in Neustadt-Böbig sieht auch das dicke Stück oben, dies aber aus Herstellungsgründen: „Dies ergibt sich aus der Herstellung dieser. Denn wenn die Brezel hergestellt und die zwei Bögen gedreht werden, liegen diese vor dem Bäcker unten.“

Die Bäckerei Eckert, die mit dem Auto zwei Minuten von der Bäckerei Hoffmann in Neustadt entfernt steht, ist aber  anderer Meinung:Wenn der Bäcker die Brezel formt, dann liegt diese mit den zwei Bögen nach oben. Leute die etwas anderes behaupten, haben noch nie selbst eine Brezel geformt.“ Andere Bäckereien argumentieren auch mit der Art sie zu essen. Als erstes esse man das Dünne und dann kämme das Dicke, also gehört das Dicke nach unten.

 

 

Das Brotmuseum in Ulm äußert sich neutral: „Statistisch gesehen ist die Brezel bei den meisten Bäckerzünften und -innungen im Wappen mit dem Bauch nach oben und den Ärmchen nach unten dargestellt.Wo oben und wo unten ist, ist  aber nicht festgelegt.“ Allein der deutsche Bäckerverband hatte in den 1970er/80er Jahre die Ärmchen der Brezel oben. In den 1990er Jahren, als Zeichen der Modernisierung, wurde die Brezel einfach umgedreht.

 

Auch Internet-User  sind sehr kreativ was ihre Antworten angeht.

 

So schreibt Ela auf dieBretzel.de: „Die beiden Bögen der Brezel müssen nach oben zeigen, denn alle Bögen/Hubbel/Höcker, die in der Natur vorkommen, zeigen nach oben! Beim Kamel sind die zwei Höcker oben, bei der Frau, also auch bei der Brezel!“

 

Bild: avlxyz /flickr.comJens Z widerspricht ihr: „Der Name der Brezel verweist auf das lateinische Wort bracellus oder braciccum (= Ärmchen) – angeblich stellte die, ursprünglich während der Fastenzeit gebackene Brezel, Jesus Christus oder einen Mönch mit gekreuzten Armen beim Beten dar. Sicher ist, dass die enge Verbindung zum christlichen Glauben der Brezel den Ruf brachte, besondere Segens- und Heilkraft zu haben. Was wohl wiederum begünstigt hat, dass sie bereits früh Aufnahme ins Bäckerwappen fand. Also so siehts aus !“

 

Thomas sieht den Ursprung wo anders: Der Erfinder der Brezel mochte kleine Kinder und deren Lachen. Aber da er selbst keine Kinder bekommen konnte, wollte er jedem, der auch so traurig darüber war, ein Kinderlächen geben.
Aus diesem Grund fing er zu experimentieren an bis er aus einem Laugengebäck ein Gesicht formte. Zwei Augen und ein großer Lachender Mund und kleiner Kopf. Das perfekte Kinderlächelnd. Aus diesem Grund wird die Brezel auch "Das lachende Kind" genannt.“

 


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