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XOV - Wild

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Komplimente, die man als Künstler in dieser geballten Positivpower nicht jeden Tag zu hören bekommt. Nach dem Release seines von Kritikern wie Fans hart abgefeierten Debüts „Lucifer“ lädt XOV das Publikum nun auf dem Longplay-Erstling „Wild“ zu einem ausgedehnten Trip in sein geheimnisvolles Pop-Reich ein. Von Indie Pop-Queen Lorde entdeckt und als „uneheliches Kind von The Weeknd und James Blake“ beschrieben, bedient sich Damian alias XOV sowohl beim modernen HipHop dieser Tage, beim klassischen 90er R’n‘B, als auch beim Synthie Pop der 80er Jahre, um seine in tausend dunklen Farben schimmernde Klangwelt zu kreieren. Eine faszinierende Welt, die in der momentanen Musiklandschaft absolut einzigartig ist. Geboren im Iran, musste XOV mit seiner Familie schon in jungen Jahren während des Golfkrieges nach Schweden fliehen und wurde in Tensta, einem Zuwandererviertel in einem Vorort westlich von Stockholm sesshaft. Nachdem der Kontakt zu seinem drogenabhängigen Vater abbrach und er ihn aus den Augen verlor, begann sich XOV bereits früh durch seine Gedichte auszudrücken; im Alter von erst neun Jahren wurden die ersten schwedischen Beiträge des angehenden Kinderautoren veröffentlicht. Schon auf seinen ersten Gedichten entwickelte sich das, was in seinen Lyrics bis heute tonangebend ist: Seine ganz eigene, dunkle und symbolschwangere Sprache, durch die XOV schon als Kind seine innere Entwicklung zum Ausdruck brachte. Kurze Zeit später versuchte er sich außerdem am Klavier und bastelte schon bald erste Beats in seinem Jugendzimmer. Aus Prosa wurden Rhymes und Hip Hop; den vorwiegenden Teil seiner Jugend verbrachte XOV fortan mit Auftritten und der kontinuierlichen Verfeinerung seiner Rap-Skills, bis er mit Anfang 20 seine Singstimme entdeckte und sich Schritt für Schritt zu dem Künstler entwickelte, den er heute darstellt. Auf seinem Albumdebüt „Wild“ erzählt XOV seine ganz eigene Geschichte; angefangen bei seiner turbulenten Kindheit, über Erlebnisse aus seiner unschönen, gewalttätigen Phase bis zum Ruhm und Stardom, den der Ex-Bad Boy heute genießt. Eine berührende Reise in ein dunkles Niemandsland, in dem XOV seine innere Grabenkämpfe und Gedanken zu seinem unverwechselbaren Signature-Sound aus Pop, Black Music und Urban transformiert hat. 2014 war XOV auf Lordes höchstpersönlichen Wunsch auf dem von ihr zusammengestellten Soundtrack zum Leinwandblockbuster „Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1“ vertreten. Doch statt des von ihr ausgewählten Stücks „Lucifer“, welches dem Filmstudio jedoch zu düster und zu heikel war und somit im letzten Moment von der Tracklist gekickt wurde, wurde der atmosphärische R’n‘B-Banger „Animal“ gepickt. Die feinen Trendscoutnasen bei MTV Buzzworthy entdeckten ebenfalls das Netz-Demo von „Lucifer“ und erkoren es zum Platz 1 ihrer „Best New Songs of 2014“-In-Liste. Hier Auszüge aus dem Review im Original-Wortlaut: ”Surrounded by dark, gloomy synthesizers, XOV croons his bloody, autobiographical tale along huge pop radio-friendly hooks: ‘Once upon a time, I was a fool / too cool for school, gangster cruel’ he croons, recalling a cross between Lorde, Robyn, & The Weeknd." XOVs Lyrics strotzen nur so vor dunklen Metaphern, verklausulierten Wortspielen und nicht immer ganz blütenreinen Gedanken, bei dessen Ausdruck er kein Blatt vor den Mund nimmt. Als Dark Pop bezeichnet XOV seinen atmosphärisch-abgedunkelten Crossover aus R’n‘B, Hip Hop, dezenten 80er Synth-Pop-Anleihen und schonungslos offenen Bekenntnissen aus seiner ehemaligen Vergangenheit als Outlaw, der sich seine Adrenalin-Kicks statt auf der Straße heute lieber in seiner Musik sucht, wie er kürzlich dem renommierten i-D Magazine verriet. „Alles in meiner Musik ist autobiographisch. Ich bewundere Leute, die einen guten Song schreiben können, der nichts mit ihrem Leben zu tun hat. In meinem Fall ist es so, dass ich in der Vergangenheit viel durchmachen musste, aber nie zur Therapie gegangen bin“, berichtet XOV über den Schritt, seine harte Erziehung in seiner Kunst zu verarbeiten. „Schon als Kind hatte ich diesen dunklen Spirit in mir. Würde ich keine Musik machen, würde mich diese Dunkelheit auffressen. Sobald ich einen Song schreibe, fließt alles aus mir heraus und macht mich zu einem glücklicheren Menschen.“ Über die Frage, ob sein ausgeprägter Hang zu Symbolen, Metaphern und Abkürzungen vielleicht mit seinen orientalischen Wurzeln zu tun hat, lässt sich nur spekulieren. Fest steht allerdings, dass sich schon mit seinen ersten beiden Tracks, dem Soundcloud-Hit „Boys Don`t Cry“ und dem „Die Tribute von Panem“-Beitrag „Animal“ innerhalb kürzester Zeit an die Spitzen sämtlicher Hotlists von Medien und hochrangigen Künstlerkollegen katapultierte, die dem skandinavischen Exzentriker schon bald die Visitenkarte des „Dark Horse Of Swedish Pop“ (i-D Magazine) einbrachten. Mit seinem Gesamtkonzept aus Musik, einem selbst kreierten Artwork, Videoclips und Fotos gewährt XOV einen tiefen Einblick in seine schwarzweiße Welt. Gemeinsam mit seinem schwedischen Landsmann, dem in Los Angeles beheimateten Producer Jonas „Kono“ Saeed (Jennifer Lopez, Nicole Scherzinger, Robin Thicke) gründete er 2014 das Label Everly. Beeinflusst von Größen wie Kanye West, Bon Iver und Phil Collins perfektionierten beide den ungewöhnlichen XOV-Sound. Momentan arbeitet XOV zwischen seinem Studio in den Hollywood Hills und Stockholm an den Shows seiner kommenden Tour. „Die Songs auf diesem Album entstanden in der Hitze des Moments. Manche habe ich geschrieben, als ich kein Dach über dem Kopf hatte oder irgendwo in einem fremden Land gestrandet war. In Situationen, in den ich völlig pleite, unglücklich oder von anderen betrogen worden war. Die Songs sind die Verkörperung meiner Reise aus den Tiefen der Finsternis da hin, wo ich mich heute befinde: Als neuer Künstler, der eine neu definierte Version seines Selbst darstellt. Diese Platte ist der lebendige Beweis dafür, wie man aus etwas sehr Düsterem und Negativem etwas sehr Positives machen und seine wildesten, gewagtesten Träume wahr machen kann. Jeder sollte seine eigene Scheiße in Gold verwandeln!“
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