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Christina Stürmer - Seite an Seite - Radio 7

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Christina Stürmer - Seite an Seite

Christina Stürmer - Seite an Seite

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Ein Christina Stürmer-Album lebt stets von großartigen Songeinfällen, überbordender Musikalität, lebensnahen Lyrics und dem sensiblen Gespür für Zwischentöne. Dinge, die auch beim inzwischen neunten (!) Studioalbum auf der Habenseite stehen. Und trotzdem gleicht „Seite an Seite“ einem Quantensprung: 13 Songs, die noch nie so nah an Herz und Hirn waren; ein energiestrotzendes Statement, dass der Blick nach vorn gerichtet ist, dass sich hier niemand auf seine alten Hits beschränken oder gar wiederholen will. Obwohl das Vorgängeralbum keine drei Jahre her ist, zeigt sich Christina Stürmer deutlich gereift, ein Stück erwachsener. Das Leichte, das Luftige, das Optimistische hat sie sich dennoch bewahrt.
Christina Stürmer - Seite an Seite

Vom ersten Ton an überzeugt Christina Stürmer mit Qualitätsmerkmalen, für die sie seit mindestens zwölf Jahren gekannt und geschätzt wird: Vielschichtige Kompositionen, detailverliebte Arrangements, nachvollziehbare Texte, der gekonnte Wechsel zwischen leisen und lauteren Tönen. Zeitlos und dennoch am Puls der Zeit. Lieder, die von unwiderstehlichen Hooklines profitieren, aber genauso im Singer/Songwriter-Kontext bestehen können. Qualitativ auf höchstem Niveau, doch gleichzeitig durchzogen von diesem einfachen Pop-Appeal, mit dem Mehrheiten abgeholt werden. Songs, die sich zuerst in den Gehörgängen einnisten, und von dort schnurstracks in Richtung Herz marschieren. Auf „Seite an Seite“ präsentiert sich Christina Stürmer zugleich stark und verletzlich, kraftvoll und sanft, ohne Schnörkel und doch artifiziell. Was vor 13 Jahren mit der Teilnahme an einer Castingshow begann, ist heute einer der größten Erfolge der jüngeren Popgeschichte. Die gelernte Buchhändlerin, die als 13-jährige in einer Bigband Saxophon blies und mit 16 in einer A Cappella-Band sang, landete gleich mit ihrer ersten Single „Ich lebe“ in ihrer Heimat einen Nr.1-Hit. Neun Wochen hielt sich der Song auf der Poleposition. Schnell konnte sie ihren Erfolg auch auf Deutschland ausweiten, gleich das Debüt zog hier ebenfalls auf die 1 in den Album Charts. Seitdem ging es Schlag auf Schlag. Um Christina Stürmers Karriere zu beschreiben, braucht es etliche Superlativen. In nüchternen Zahlen klingt es so: Fast zwei Millionen verkaufte Tonträger, 14 Platin- (darunter einmal 4-Fach, zweimal 3-fach und dreimal 2-fach) und acht Goldauszeichnungen (darunter einmal 3-fach), zehn Amadeus Awards, zwei ECHOs und unzählige weitere Preise, erst im letzten Jahr kam noch der Bambi hinzu. Sie sang mit Jon Bon Jovi vor 200.000 Menschen im Duett und steht schon seit sechs Jahren als Wachsfigur im Madame Tussauds in Wien. Dabei hat Christina Stürmer kein Erfolgsgeheimnis, oder falls es eins ist: Sie verstellt sich nicht, sie schlüpft in keine Rollen, verfolgt kein am Reißbrett entstandenes Image. Christina Stürmer ist ungekünstelt, echt, authentisch, nahbar. Sie begegnet ihrem Publikum auf Augenhöhe. Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind und trotzdem immer seltener werden. Christina ist der Gegenentwurf zu Scheinwelten und Marketingstrategien. Authentisch sind auch ihre Songs. Sehr persönliche Themen, die man jedoch stets auf seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse herunterbrechen kann. Ihre Lieder machen Mut, Hoffnung, appellieren, nicht aufzugeben, durchzuhalten, an seine Träume zu glauben („Träum weiter“, „Zeppelinherz“, „Immer weiter“) und handeln von Zusammenhalt und was es ausmacht, ein Mensch zu sein („Seite an Seite“, „Ein Teil von mir“). Sie rufen auf, dem Hamsterrad zu entfliehen, innezuhalten oder abzuschalten („Astronaut“, „Neue Farben“, „Tanzen“). Das Gänsehaut machende „Du fehlst hier“ thematisiert Verlust und Trauer, „Niemals mehr für immer“ erzählt vom Ende einer Liebe. Und es gibt fabelhafte Liebeserklärungen und Sympathiebekundungen wie „Katapult“ und „Tragflächen“. Oder wie in „Leicht sein“ – die Hymne auf jemanden, der aus einem Herbst einen Frühling machen kann. Der überall spürbare Optimismus sowie die Eingängigkeit der Songs bilden den roten Faden des Albums, das durchaus eine berauschende Wirkung hat. Sie steigt schnell in den Kopf und in die Seele. Dort erzeugt sie Gefühle von Schwerelosigkeit und das heftige Verlangen, die ganze Welt umarmen zu wollen.

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