Radio7

Propellerhead Reason 6.5 - Radio 7

Das Gute von gestern mit dem Besten von heute

Radio 7 mit Chrissie Weiss

mit Chrissie Weiss

  • Skyfall - Adele


Propellerhead Reason 6.5

Propellerhead Reason 6.5  - everything your music needs today

 

Wer die Vollversion von Reason 6.5 zum ersten mal in Händen hält, der staunt nicht schlecht: Die leicht überdimensionierte Verpackung enthält zunächst mal viel Luft, darüber hinaus eine DVD, auf der sich das eigentliche Programm, die Instrumente, Loops und Soundbänke befinden, einen USB Stick, einen Aufkleber sowie ein Installationshinweis in drei dürren Sätzen. Mehr nicht.


Die Systemanforderungen sind minimal und passen auf den Verpackungskarton. Reason soll auch auf älteren Rechnern problemlos laufen. Laut Herstellerangaben reichen ein Prozessor ab Pentium 4 mit XP/SP3, Vista oder Win7,  1 GB RAM und 3 GB HD, eine Core Audio- oder ASIO kompatible Soundkarte sowie eine Internetverbindung zwecks Registrierung. Aber um es vorweg zu nehmen: Mehr Spaß bringt ein schnellerer Rechner (ab Dual Core) mit 4 GB RAM, ausreichend Festplattenspeicher (mindestens 20 GB), und - wer mit einem Windows Rechner arbeitet– Windows 7.

 

Installation und erste Schritte

Das Programm lässt sich von der DVD  problemlos installieren. Dann allerdings besteht Propellerhead auf einen Account und eine umgehende Registrierung. Beim ersten Starten von Reason im autorisierten Modus wird dann die Reason-Lizenz auf dem Propellerhead-Benutzerkonto registriert und der sogenannte Ignition Key (USB Stick) wird  autorisiert. Der Ignition Key ist die einfachste Möglichkeit, das Programm im autorisierten Modus zu starten. Alternativ  kann man auch die Internet-Autorisation verwenden, dazu ist allerdings während des Programmbetriebs eine funktionierende Internetverbindung notwendig. Wenn man den Ignition Key dabei hat, ist man auf der sicheren Seite und kann Reason auf jedem Rechner starten, vorausgesetzt natürlich, das Programm ist installiert.

 

Dann kann es losgehen. Vor dem Start Ignition Key in die USB Schnittstelle schieben und Reason starten. Am besten, man lädt einen der mitgelieferten Demosongs hoch, die nicht nur gut klingen, sondern sich auch Bestens zum Probieren eignen. Die Benutzeroberfläche setzt sich im Wesentlichen aus drei Elementen zusammen. Dem virtuellen Rack, einem Multitrack-Sequenzer samt Bedienpanel und einem Mehrkanal Mixer.

 

Bild: Elegantes Mischpult auf Basis des legendären SSL-9000KDer Mixer

Das Mischpult – spektakulär in seiner Aufmachung  - ist eine Nachbildung der legendären SSL 9000K Konsole, mit allem was zu einem guten Mischpult dazugehört: Jeder Kanalzug verfügt über einen 4-Band-Equalizer samt separatem Hoch- und Tiefpassfilter,  integriertem Kompressor und Limiter, jeweils 4 Inserts und 8 Stereo-Sends sowie dem viel gelobten, bauchig klingenden SSL-Summenkompressor. Damit ist der neue Reason 6.5 Mischer beachtlich ausgestattet und übertrifft die meisten bekannten virtuellen Software-Mischer. Auch optisch hinterlässt das Mischpult einen eleganten Eindruck. Darüber hinaus bieten Fader und Aussteuerungsanzeiger dem User jederzeit einen guten Überblick über die Pegel der aktuellen Session.

 

Bild: Das virtuelle Rack in seiner Frontansicht…Das Rack

Ab Version 6 lassen sich die einzelnen Module nicht mehr nur übereinander im Turm anordnen, sondern auch nebeneinander. Das schafft zunächst mal etwas mehr Übersicht. In der zoombaren Mininaturansicht am rechten Bildschirmrand kann man jederzeit zwischen den einzelnen virtuellen Geräten hin- und herwechseln.  Ein sanfter Druck auf die TAB Taste und das Rack zeigt sich von seiner verkabelten Rückseite. Das ist allerdings etwas für Profis – aber kein Grund zur Panik, jedes neu hinzugefügte Gerät wird automaisch verkabelt.

 

Bild:  …und in seiner Heckansicht.Das neue Reason 6.5 bietet eine beachtliche Auswahl an Musikinstrumenten und Effektgeräten. Zum Beispiel den Drumcomputer Kong, den 8fach Slicer Dr. Octo Rex, den klassischen NN-XT Sampler, Neptun, mit dem sich Tonhöhen mühelos korrigieren lassen, oder Thor, ein halbmodularer Synthesizer um nur einige zu nennen. Neben den bekannten Effektgeräten RV7000 (Hall) und Scream, ein Verzerrer, gibt es auch 3 neue Effektgeräte: The Echo, vereint moderne und klassische Delay- und Echo-Effekte. Alligator, ein hochwertiger Dreibandfilter mit Gate-Effekten und Pulverizer, ein kombinierbarer Kompressor mit Filter und Verzerrer. Wer allerdings die ganze Palette an Synthesizern, Samplern, Looper, Delays, Reverbs oder Drumcomputern nutzen möchte, der hat viel Arbeit vor sich. Wer sie aber nutzen kann, dem eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten.

 

Der Multitrack Audio/MIDI Sequenzer

Der Multitrack Sequenzer ist das Herzstück der Software. Die erste Session kann man sich selber erstellen oder man öffnet einfach eine der mitgelieferten Vorlagen, zum Beispiel die „Basic Audio Tracking“. Und dann kann`s losgehen: Mit einem MIDI-Eingabegerät (normalerweise ein Keyboard mit MIDI Ausgang) werden die ersten Töne eingegeben.  Man kann aber auch Bild: Der Sequenzer: Einfach und überschaubarmitgelieferte Sounds importieren oder Gitarren und Gesangs-Aufnahmen einspielen, vorausgesetzt es ist  ein entsprechendes Audio-Interface vorhanden. Nach kurzer Zeit und mit ein wenig Übung sind die ersten MIDI- und Audio-Spuren belegt und man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Aber keine Angst: Auch all diejenigen, die im Moment noch nichts von Pitchkorrektur Sidechain, Pitchshifter, Diffusion-Parameter, Triggermodus, Snares, Glitcheffekte, Envelope-Followers, frequenzselektives Gate, Flanger-, Delay- oder Chorus-Effekte oder ähnliche Fachbegriffen verstehen, sollten sich nicht entmutigen lassen. Auch Anfänger kommen mit der Software gut zurecht, denn wie so oft gilt auch hier der Grundsatz: learning by doing!

 

 

Fazit:

Nachdem Reason und Record (ab Version 6.0) zu einem Programm  zusammen gefasst wurde, ist die Software aus Schweden  zu einem leistungsstarken, virtuellen Studio zur digitalen Produktion von Musik geworden. Zum ersten Mal öffnet Propellerhead mit Rack Extensions das Reason-Rack auch für Dritthersteller von Software-Instrumenten und -Effekten. Dadurch lässt sich das Reason-Rack umfangreich und völlig individuell erweitern. Reason 6.5 ist damit  die perfekte Studio Umgebung für Musiker, egal ob Anfänger oder Profi. Wer Reason 6.5 testen möchte, kann sich eine Demoversion herunterladen, die 4 Wochen läuft. Die bessere Lösung ist der Erwerb von Reason Essentials. Die abgespeckte Version bietet ein paar Features weniger ist aber trotzdem eine hervorragende Lösung für Einsteiger.

 

Die Vollversion kostet etwa 400 Euro – die abgespeckte Version Reason Essentials ist deutlich günstiger und kostet knapp100 Euro.

Kommentare

fbloginbar
Radio 7 Webradio
Radio 7 Playlist
Mail ins Studio senden
Mediathek
Service
Facebook