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HiFi für Smartphones

Bild: Katharina Bregulla  / pixelio.de  

 

HiFi für Smartphones 

 

Beste Soundqualität für Smartphones

 

Kompakte HiFi-Anlagen der digitalen Art: auf dem Smartphone liegt die Musikdatenbank, beim Abspielen strömt sie dann kabellos zum Lautsprecher. Im Test haben wir uns vier verschiedene Produkte angesehen.

 

Sony und Libratone sind eher für den mobilen Einsatz entwickelt worden, Yamaha und Samsung dagegen für die stationäre Verwendung.

 

Mit dem Smartphone den Raum beschallen? Nahezu jeder Smartphonebesitzer verfügt über eine umfangreiche Musiksammlung auf seinem Gerät. Gute Voraussetzungen, um kurz vor Weihnachten noch ein nettes Geschenk zu finden. Man hat allerdings die Qual der Wahl: Die Menge der Geräte, die digitale Audiosignale verarbeiten und wiedergeben können, ist inzwischen nahezu unüberschaubar. Zudem gibt es bei der Übertragsart ganz verschiedene Ansätze.

 

Sogenannte Audio-Dockingstationen nehmen die Signale an einem Steckaufsatz oder kabellos über W-Lan oder Bluetooth in Empfang. Es gibt aber auch Produkte, die nur auf W-Lan setzen und dafür mobil sind. Der Anwender muss also eine Entscheidung treffen.

 

Sony bringt einen schwarzen Kegel auf den Markt

 

Bild: Sony

Ein runder Lautsprecher mit 360-Grad-Sound. Eine clevere Idee, die Sony mit seinem SA-NS510 auf den Markt bringt. Der schwarze Kegel mit eingelassenem Griff kann an jeder Stelle in der Wohnung abgestellt werden, denn der Sound strahlt in jede Richtung. Möchte man das Zimmer wechseln, kein Problem. Mit Hilfe einer App bindet man ihn ins heimische Netzwerk ein und ist somit ständig auf Empfang. Smartphones oder Tablets können dann ihre Musik über das Sony-Gerät ausgeben.

 

Sony SA-NS510: Knapp 349 Euro kostet der Kegel. Der Akku könnte allerdings ein wenig besser sein.


Der Akku für den mobilen Einsatz lädt sich während dem Netzbetrieb automatisch wieder auf. Das geht zwar sehr schnell, gilt auch für das Entladen - sogar im Standby-Betrieb. Der Sound ist für diese Geräteklasse sehr ordentlich. Die Mitten treten zum Teil etwas zurück, so dass der Tieftonbereich und die Höhen dominieren. Dafür ist der Bass gut, aber nicht aufdringlich.

 

Libratone setzt auf Filz

Bild: Libratone

 

Der Filzzylinder von Libratone nennt sich "Zipp“ klingt noch ein wenig besser als Sonys Kegel. Soundtechnisch klingt er linear aber dennoch harmonisch abgestimmt - auch hier mit gelungenem 360- Grad-Effekt. Im direkten Vergleich klingt das Gerät von Sony sogar etwas dumpf. In der Tiefe könnte der Libratone ein wenig mehr Power vertragen.

 

Libratone Zipp: Schick mit gutem Sound allerdings auch recht teuer: 399 Euro


Mittels einer Schlaufe lässt sich der Libratone perfekt mitnehmen. Die Membranen verstecken sich hinter dem Stoffbezug, den man sogar wechseln kann. Der Libratone hat aber noch ein weiteres As im Ärmel: Play Direct. Nach dem Einschalten der Lautsprecher taucht Libratone als eigenständiges W-Lan auf. Mit iPhone oder iPad kann man sich damit verbinden, und schon strömt die laufende Musik dorthin. Play Direct ist eine Form von Wi-Fi Direct. Daten können direkt , ohne dazwischengeschalteten Router, zwischen zwei Geräten ausgetauscht werden. Libratone Zipp kann man also mit in den Park oder ins Schwimmbad nehmen.

 

Samsung packt den Sound in eine Röhre

 

Bild: SamsungSchwer und teuer - 8,6 Kilogramm und 599 Euro. Der Samsung DA-E751 setzt voll auf Optik, glänzender Klavierlack und rötlich glimmende Röhren sind nur 2 Alleinstellungsmerkmale. In Sachen Signaleinspeisung fährt man zweigleisig. iPhones und Samsung-Smartphones haben  Steckplätze, Musik kann über W-Lan oder Bluetooth gestreamt werden und es gibt zusätzlich einen Audio- und USB-Eingang. Auch Klinken- und Lan-Kabel sowie eine Fernbedienung sind vorhanden. Die Einbindung ins Netzwerk funktioniert bei Samsung nicht mit einer App. Das mobile Gerätmuss lediglich aufgesteckt werden, den Rest regelt das DA-E751.

 

Samsung DA-E751: Ein optischer Leckerbissen mit leichten Schwächen in Klang und Preis. 599 Euro


Der Klang ist ganz klar der Schwachpunkt des Geräts. Zwar kann der integrierte Röhrenverstärker für laute Beschallung sorgen, doch das Klangbild ist nicht der versprochene „High-Fidelity-Musikgenuss“. Der Sound klingt zu dumpf, bei voller Instrumentenvielfalt sogar matschig. Der Bass ist aufgrund des Subwoofers sehr dominant. Höhenfrequenzen gehen leicht unter.

 

Yamaha macht die Wohnung farbenfroh


Bild: Yamaha

Die MCR-B142 von Yamaha ist etwas kleiner und leichter, die Oberfläche besteht aus lackiertem Metall. Es gibt ein breites Farbspektrum an Signalfarben. Die beiden Lautsprecher lassen sich von der Basis trennen und frei im Raum plazieren. Yamaha verzichtet auf W-Lan und lässt Bluetooth die Audiodateien übertragen. Im Gegensatz zu den anderen Geräten lassen sich hier auch CDs abspielen, es ist Radioempfang möglich und es gibt einen integrierten Wecker. Eine App ist ebenfalls vorhanden und ersetzt somit die Fernbedienung.

 

Yamaha MCR-B142: Passt ideal in jedes Arbeits- und Jugendzimmer. 329 Euro sind annehmbar.


Der Klang ist bei Yamaha nahezu perfekt. Tiefen, Mitten und Höhen sind ausgewogen. Auf blecherne, matschige oder dumpfe Momente wartet man vergebens.

Jedes Gerät hat also Vor- und Nachteile - klangtechnisch ist man mit dem Yamaha am Besten bedient, wer allerdings mobil sein möchte, sollte sih den Libratone anschauen.

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