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Falsche Nebenkostenabrechnung?

Falsche Nebenkostenabrechnung?

Miet-Ärger

 

Jedes Jahr warten Mieter gespannt auf die Betriebskostenabrechnung für die vergangenen 12 Monate und hoffen, keine unangenehme Überraschung in Form einer Nachzahlungsaufforderung im Briefkasten zu finden. Aber nicht alle ausgestellten Nebenkostenabrechnungen sind auch korrekt. Immer mehr Kosten werden auf die Mieter umgelegt, ohne dass diese es merken.



Bild: SXC.hu/PrepaanNicht alle Posten, die auf einer Nebenkostenabrechnung auftauchen können, gehören da auch wirklich hin. Jeder Mieter sollte deshalb genau wissen: Was darf mein Vermieter als Nebenkosten abrechnen und was nicht?

 

 

 

 

 

Das darf auf die Nebenkostenabrechnung

Bild: SXC.hu/BenanasGanz allgemein gesagt dürfen nur Kosten, die regelmäßig auftreten, auf den Mieter umgelegt werden, beispielsweise Warmwasser und Heizung sowie Grundsteuer, Wasser, Abwasser, Fahrstuhl, Straßenreinigung und Müllabfuhr, Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung, Gartenpflege.

 

Aber auch Kosten für die Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Versicherungen, Hauswart, Gemeinschaftsantenne oder Breitbandkabel, Einrichtungen zur Wäschepflege und sonstige Kosten wie etwa Schwimmbad oder Sauna im Haus dürfen auf den Mieter umgelegt werden.

Einmalige Zahlungen sind nicht umlagefähig. Zudem muss der Mieter die Verwaltungskosten des Vermieters oder die Instandhaltungskosten des Mietshauses tragen.


Hier zahlt der Mieter zu viel

Bild: SXC.hu/linusb4Alle Ausgaben, die beim Vermieter für Verwaltung oder Reparatur anfallen, darf er nicht als Nebenkosten auf seine Mieter umlegen. So dürfen beispielsweise Reparaturkosten für die Heizung oder Mietkosten für Müllbehälter nicht auf den Mieter abgewälzt werden.

 

Probleme treten häufig unter dem Kostenabrechnungspunkt "Sonstige Kosten" auf. Manche Vermieter rechnen über diesen Posten alle Kosten ab, die sie nicht bei den übrigen 16 Betriebskostenarten unterbringen können.

 

 

Damit bestimmte Betriebskosten unter der Rubrik "Sonstige Kosten" abgerechnet werden dürfen, muss der Vermieter diese Kosten zuvor im Mietvertrag konkretisiert haben. Fehlt eine solche Auflistung, ist es das Recht des Mieters hier genauere Informationen zu bekommen.  

 

 

Einspruchsfrist

Jeder Mieter darf die Belege einsehen und die Abrechnung bis zu zwei Monate nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung prüfen. Einwendungen sind sogar bis zu zwölf Monate nach Erhalt möglich. Achtung: Wer nicht widerspricht und eine Nachzahlung leistet, erkennt diese an!  

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