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HELAU & AU: Unfall im Faschingstrubel - Radio 7

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Scheiter & Jack - Die Radio 7 Morningshow

mit Andi Scheiter und Claudia Axtner und Jack Krispin

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HELAU & AU: Unfall im Faschingstrubel

Bild: Echino /pixelio.de

 

HELAU & AU: Unfall im Faschingstrubel

 

Für die Richter ist am Aschermittwoch längst nicht alles vorbei. Folgen von kleinen „Scherzen“ und Unfällen landen mehrere Wochen nach der fünften Jahreszeit gerne vor Gericht. Wenn etwas passiert, stellt sich schnell die Frage, wer für den entstandenen Schaden haftet.

 

 

Krawatte in Gefahr

 

Am schmutzigen Donnerstag ergreifen die Damen gerne die Initiative und schneiden den Herren die Krawatte ab. Wenn der Schlipsträger nicht Einverständnis mit der Kürzung signalisiert hat, kann eine Eigentumsverletzung vorliegen. Zustimmung kann allerdings unterstellt werden, wenn sich ein Krawattenträger im Karnevalstreiben befindet, mitfeiert und ihm der Brauch an Weiberfastnacht bekannt ist.

 

 

Beule inklusive

 

Bild: sabine meyer /pixelio.deBei Faschingsumzügen geht es nicht nur bunt sondern ab und zu auch gefährlich zu. Wer zum närrischen Umzug auf der Straße marschiert, darf sich anschließend nicht beschweren, wenn er mit Bonbons, Werbekulis oder Jojos beworfen wird - selbst wenn er eine dicke Beule davon trägt. Aus Sicht der Juristen gilt: selber schuld, das ist das Restrisiko am Zugweg.

 

 

 

Eine Haftung des Veranstalters ist z. B. denkbar, wenn er verkehrsunsichere Wagen zulässt oder mangelhafte Tribünen errichtet und vermietet und dadurch jemand zu Schaden kommt.

 

 

Fest mit finanziellen Folgen

 

Bild: olga meier-sander /pixelio.deWer Massenveranstaltungen besucht, die laut sind und auf denen Alkohol konsumiert wird, muss mit entsprechenden Folgen rechnen. Wird die Faschingskanone direkt neben einem abgefeuert und führt das zu einem Tinnitus, kann der Geschädigte keinen Schadenersatz vom Veranstalter fordern. Das Trierer Landgericht begründete 2001 den Schiedsspruch damit, dass es bei einem Karnevalsumzug immer laut zugehe. In diesen Fällen schützt nur eine private Unfallversicherung vor den finanziellen Folgen.

 

Auch ist davon auszugehen, dass bei Festen auf Straßen, bei denen in der Regel viel Alkohol konsumiert wird, Getränke verschüttet werden und dadurch die Rutschgefahr erhöht wird. Wer sich so die Knochen bricht, kann den Veranstalter also nicht haftbar machen. Geht im Gedränge etwas zu Bruch oder verschmutzen Senf und Bier Kleidung und Kostüme, hilft eine private Haftpflichtversicherung.

 

 

Party die ganze Nacht

 

In der närrischen Zeit ist vieles erlaubt und einiges muss auch geduldet werden. In traditionellen Partyzonen besteht auch nach 22 Uhr kein Anspruch auf Nachtruhe. Dort sind Lärmbelästigungen durch lautes Feiern hinzunehmen.

 

Bild: Uschi Bohse/pixelio.deSchränkt ein Kostüm Sicht, Gehör oder Beweglichkeit eines Autofahrers ein, steigt damit die Gefahr eines Unfalls. Wer von der Polizei mit derart unpraktischen Kostümen erwischt wird und beispielsweise mit Holzmaske fährt, zahlt mindestens zehn Euro Strafe. Im Falle eines Unfalls droht sogar der Verlust des Versicherungsschutzes, wenn die Versicherung dem Kostümierten grobe Fahrlässigkeit unterstellt.

 

 

Vaterschaftsfreuden

 

Und falls die „närrischen“ Männer gegen Weihnachten Post mit einem Vaterschaftstest bekommen; die können zumindest zunächst aufatmen. Vaterschaftstests, die ohne Kenntnis des Erzeugers ausgeführt wurden, sind nach dem neuen Gendiagnostik-Gesetz nicht nur verboten sondern können auch mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld belegt werden.

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