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Wohin mit meinem Kind?

Bild: sxc.hu / milan6

Wohin mit meinem Kind?

Kleinkindbetreuung - Zwischen Rechtsanspruch und Realität

 

Ab dem 1. August muss für jedes Kind, das älter als ein Jahr ist, ein Kita-Platz vorhanden sein. Doch wie sieht die Realität aus?

 

Ab August haben Eltern einen rechtlichen Anspruch auf einen Kita-Platz. Das heißt aber nicht, dass auch wirklich für alle Kinder ein Betreuungsplatz gefunden wird. Konkrete Zahlen über fehlende Plätze gibt es momentan nicht. Der Städtetag rechnet allerdings auch damit, dass der Rechtsanspruch nicht flächendeckend gewährleistet werden kann. Nicht zuletzt liege es an fehlenden Fachkräften und Geldern vom Bund.

 

 

Hürden beim Ausbau

 

Bild: sxc.hu / ZoofyTheJi Der Kita-Ausbau ist grundsätzlich Aufgabe der Länder. Die Finanzierung teilen sich aber zu je einem Drittel die Länder, der Bund und die Kommunen. In Baden-Württemberg gibt es beispielsweise noch 35 Millionen Euro Bundeszuschüsse, die bisher noch nicht abgerufen wurden. Um dieses Geld werden sich in naher Zukunft noch viele Kommunen bewerben. Fraglich ist jedoch, ob das Geld ausreichen wird und ob  es genügend Fachkräfte zur Betreuung der Kinder geben wird.

 

Agnes Christner vom Städtetag geht davon aus, dass in Baden-Württemberg am 1. August 3.500 Fachkräfte, sprich Erzieher und Erzieherinnen, fehlen werden.

 

2013 schüttet der Bund rund 4 Milliarden Euro Zuschüsse aus. Rheinland-Pfalz bekommt davon 103 Mio. Euro zum Ausbau von Betreuungsplätzen und 87,8 Mio. Euro für die entstehenden Betriebskosten. Ab 2014 wird sich der Bund mit 37 Mio. Euro an der Finanzierung der durch den Ausbau entstehenden zusätzlichen Betriebskosten beteiligen.

 

 

Vorraussetzungen für einen Betreuungsplatz

 

Bild: sxc.hu / saavemDer 1. August 2013 ist der Stichtag. Ab diesem Tag muss es für Kinder unter drei Jahren einen Platz in einer Kindertagesstätte geben. Allerdings haben Eltern nur unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf einen Kita-Platz.

  • Mindestens drei Monate vorher müssen Eltern den Bedarf an einem Kitaplatz mitteilen
  • Wer wegen eines fehlenden Betreuungsplatzes nicht erwerbstätig sein kann, muss das auch nachweisen können
  • Eltern müssen bereit sein, auch weitere Strecken zur Kita bzw. zum Betreuungsplatz zurückzulegen
  • Kommunen, die unter einem Fachkräftemangel leiden, müssen den Rechtsanspruch auch nicht erfüllen
  • Ohne Not dürfen Eltern angebotene Plätze nicht ablehnen
  • Eltern sollten eine Tagesmutter statt eines Kitaplatzes akzeptieren

 

Betreuunugsplatz einklagen

 

Wer ab 1. August diesen Jahres für sein Kind keinen Betreuungsplatz bekommt, könnte eine Klage beim Verwaltungsgericht einreichen, wenn das Kind zwischen dem vollendeten ersten und dritten Lebensjahr alt ist. Zwar wird dadurch kein neuer Platz geschaffen, aber die Klage kann ein Druckmittel für die Eltern sein. Dennoch bleibt dann die Frage offen, ob sich ein solcher Schritt lohnen würde. Kommunen und Träger tun sich schwer, Betreuungsplätze zu bezahlen, wenn nicht genügend Bundesmittel fließen. Der Mangel an Fachkräfte tut sein übriges.

 

 


 

Infos & Links

 

Betreuungsgeld

Alle Informationen rund um das Betreuunugsgeld hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zusammengefasst.

 

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Leistung und Förderung

Alle Möglichkeiten zur Unterstützung durch den Staat finden Sie ebenfalls beim entsprechenden Bundesministerium.

 

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Beratungstelefon

Das bundesweite Beratungstelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist jeden Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr erreichbar: 030 201 791 30

 

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Kinderbetreuung & Kita

Sie möchten die passende Betreuung für Ihre Kinder, z.B durch einen liebevollen Babysitter oder die erfahrene Tagesmutter finden?

 

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