Jedes mal, wenn wir einkaufen gehen, werden wir verführt. Die Kaufhäuser und Supermärkte lassen nichts unversucht, uns - die Kunden - zu beeinflussen. Dabei wird auf eine Vielzahl von Tricks zurückgegriffen. Durchschaut man diese, lässt sich unter Umständen Geld sparen.
Wenn der Verkäufer zu allem, was Sie als Kunde einwerfen „Ja“ sagt, hat das folgenden Zweck: Er möchte damit zeigen, dass er auf Ihrer Seite ist und sympathisch wirken. Sie vertrauen ihm – Sie kaufen.
Rhetorische Fragen wie diese werden automatisch mit „Ja“ beantwortet und sollen dazu führen, dass Sie auch „Ja“ zum Kauf sagen. Schließlich wollen Sie sich ja nicht selbst widersprechen.
Eine Pseudo-Alternative wendet ein Verkäufer dann an, wenn er zwei scheinbare Möglichkeiten zur Wahl stellt, die beide jedoch auf das Gleiche, nämlich Ihren Kauf, hinauslaufen. Beispiel: „Es ist Ihnen völlig freigestellt, ob Sie den Tisch gleich mitnehmen oder in den nächsten Tagen liefern lassen.“
Spiegelt ein Mensch unsere Körperhaltung wieder, finden wir ihn sympathischer – und kaufen ihm leichter etwas ab. Verkäufer arbeiten daher mit starken körperlichen Signalen wie einem offenen Lächeln, einer lebendigen Sprachmelodie oder auch geöffneten Händen. Das soll Begeisterung zeigen, die auf den Kunden überspringt. Der achtet somit mehr auf die Körpersprache, als auf die tatsächlich gesprochenen Worte – und hat plötzlich etwas Unnötiges gekauft.“
Wer Kinder hat, kennt das Problem - die Kleinen wollen unbedingt noch etwas Süßes. Kein Wunder – die Leckereien sind auch absichtlich auf deren Augenhöhe platziert. Wer kann da noch widerstehen?
Menschen haben nicht nur eine leicht erhöhte Aufmerksamkeit für die linke Seite, sondern sie bewegen sich auch lieber linksherum. Auch sehr viele Supermärkte passen sich diesem Linksdrang an. Eingang rechts, Kasse links, so fühlt sich der Kunde am wohlsten.
Je nach Uhrzeit und Art der Kunden wird zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Hintergrundmusik abgespielt: am Morgen mehr für die Hausfrauen und Rentner, am Abend mehr für Jüngeren bzw. Arbeitenden.
Einige Warengruppen werden gesondert beleuchtet, um sie besonders attraktiv zu machen: so wird Gemüse mit kaltem Licht beleuchtet, um es frischer aussehen zu lassen, Obst und die Frischfleischtheke werden rot beleuchtet und die Fischtheke mit Tageslicht.

Nähert man sich dem Kaffeeregal wird man mit einem feinen Kaffeegeruch in den richtigen Gang gelockt und ein Geruch nach frischen Brötchen lockt den Kunden in den Brot- und Backwarenbereich.
An markanten Stellen werden sogenannte Sonderflächen mit Waren bestückt, die es zwar auch in den normalen Regalen gibt. Dadurch dass der Kunde darüber aber stolpert, fühlt er sich dazu angeregt diese zu kaufen, obwohl sie nicht billiger sind.
In jedem Supermarkt herrscht eine Durchschnittstemperatur von ca. 19°, da herausgefunden wurde, dass Menschen bei der Temperatur gerne verweilen.
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