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Hygienesünder im Netz

Bild: Stadt Mannheim

Hygienesünder kommen ins Netz

 

Die tote Maus in der Küche, Kakerlaken in der Speisekammer und ein Pflaster im Essen. Derartige unappetitliche Zustände und weitere schwere Verstöße gegen den Verbraucherschutz sind seit dem 1. September im Internet nachzulesen. 

Bild: SXC.hu / holger Betroffene Restaurants und Gaststätten, Imbissbuden, Fast-Food-Ketten und Kantinen sowie Lebensmittelhändler werden mit Namen, dem Datum der Kontrolle, der Produktkennzeichnung und dem Grund der Beanstandung veröffentlicht. Es wird auch vermerkt, ob die Mängel möglicherweise schon beseitigt sind.

Bis jetzt hatten Verbraucher wenige Möglichkeiten, von solchen Verstößen zu erfahren und haben womöglich weiterhin ihre Currywurst an der Imbissbude gegessen, während der Inhaber bereits aufgrund hygienischer Mängel verwarnt wurde.

 

 

Aufgenommen werden Verstöße, die vom 1. September durch Lebensmittelkontrolleure festgestellt werden und die ein Bußgeld von mindestens 350 Euro nach sich ziehen. In Baden-Württemberg ist die Sünder-Seite über einen Link beim Verbraucherschutzministerium zu erreichen (www.mlr.ba-denwuerttemberg.de).


Mitgehangen ist mitgefangen

Bild: SXC.hu / fishtik Am Herstellungs- und Verarbeitungsprozess von Lebensmitteln sind meist mehrere Betriebe beteiligt, wie beispielsweise ein landwirtschaftliches Unternehmen, der Importeur oder der Einzelhändler. Im Zweifelsfall wird auch der Betrieb in der Veröffentlichung genannt, der für den Verbraucher am aussagekräftigsten ist.

Oft wird das unter anderem auch die Supermarktkette sein, selbst wenn diese beispielsweise für die Mängel beim Import von Gemüse nicht verantwortlich ist. Der Name des Obstimporteurs würde dem Verbraucher allerdings keinen Hinweis darauf geben, wo er womöglich in die Versuchung kommt, den unhygienischen Spinat zu kaufen. Die Einzelhändler sind somit aus eigenem Interesse dazu angehalten, ihre Zulieferer genauer auszuwählen.


Leere Seiten

Öffentliche Warnungen vor entsprechenden Erzeugnissen gibt es bereits deutschlandweit unter www.lebensmittelwarnung.de sowie speziell für Baden-Württemberg auf dem Portal des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de/Informationen_Warnhinweise.

Die neue Internetseite des Verbraucherschutzministeriums (www.mlr.ba-denwuerttemberg.de) wird sich allerdings erst langsam füllen, da die Veröffentlichungspflicht nur für Verstöße ab dem 1. September gelten, also nicht rückwirkend. Außerdem beansprucht es einiges an Zeit, bis es überhaupt zu einer Veröffentlichung kommt. Dafür müssen nämlich erst zwei Laboruntersuchungen das Überschreiten von Grenzwerten festgestellt haben.

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