Radio7

Saisonessen - Radio 7

Das Gute von gestern mit dem Besten von heute

Radio 7 Plattenküche

mit Matthias Ihring

  • Calm After The Storm - COMMON LINNETS


Saisonessen

Bild: CCO/Romi/Pixabay
Wintersalate, Kohl- und Wurzelgemüse
Essen nach Saison

Erdbeeren im Februar? Mandarinen im August? Tomaten das ganze Jahr über? Das ist nicht ungewöhnlich und wir haben uns schon längst daran gewöhnt. Viele Gemüse- und Obstsorten werden aus anderen Ländern importiert und sind so das ganze Jahr über, ob tiefgekühlt oder frisch, zu haben. Lohnt sich das aber und ist die Ware dann genauso frisch? Und was bedeutet das für die Umwelt? Im Sommer bezahlt man für ein Schälchen Erdbeeren um die 2,50 Euro, doch im Winter schlagen sie mit 4 Euro oder mehr zu Buche. Wer nicht so tief in den Geldbeutel greifen möchte, der bleibt bei regionalen Produkten und vor allem bei Saisongemüse und Obst. Kauft man nach Saison, bekommt man bessere Ware, zahlt weniger und tut obendrein noch etwas für die Umwelt.

 

Gemüse im Februar

Der Winter zieht sich noch ein wenig hin, doch wer vor dem Frühling noch einmal herrliche Wintersalate, Kohl- und Wurzelgemüse genießen möchte, kann das jetzt tun. In den letzten Winterwochen gibt es zum Beispiel noch leckeren Blumenkohl, Chicoree, Feldsalat und Radicchio.
Perfekt für die kalte Jahreszeit sind deftige Eintöpfe, die von innen so schön wärmen. Kohl und kräftiges aromatisches Wurzelgemüse haben jetzt Saison. Den Kohl gibt es als Grün, Rot- oder Rosenkohl.

Schwarzwurzeln, Pastinaken, Schwarzer Rettich oder Winterrettich genannt, Steckrüben sowie Topinambur findet man nun in den Regalen. Frisch und süßlich schmeckt die Rote Bete, die jedem Gericht eine fröhliche Farbe verleiht. Auch Topinambur schmeckt leicht süßlich und wird wie Kartoffeln zubereitet. Die Knollen enthalten Inulin, einen Ballaststoff, der besonders lange satt macht, dazu viel Kalium, Vitamin B1 und Eisen.
Die Steckrübe ist sehr vielseitig in der Küche einsetzbar und nimmt den Geschmack verschiedenster Aromen an.

Kresse und Lauch zählen auch zum Saisongemüse. Winterporree kommt frisch aus der Erde und ist gesund, vor allem wegen seiner schwefelhaltigen ätherischen Öle. Die sorgen für den typischen, leicht scharfen Geschmack und setzen zellschädigende freie Radikale außer Gefecht. Das mindert das Risiko von Krebs. Zudem verhindern die Öle, dass die Adern schnell verkalken.

 

 

 

Obst im Februar
Importiertes Obst ist mit heimischen Früchten nicht zu vergleichen. Äpfel aus Argentinien sind längst nicht so gut wie die heimischen Sorten. Äpfel und Birnen gibt es nicht mehr lange, daher noch einmal zugreifen! Quitte und Zitrone präsentieren sich in diesem Monat auf dem Markt. Die Quitte sticht vor allem mit ihrem einzigartigen Aroma und ihres auffallenden Dufts und der leuchtend gelben Farbe hervor. Ihr Fruchtfleisch enthält wirksame Stoffe, die Halsentzündungen und Darmstörungen positiv beeinflussen können. Der Saft der Zitrone kann bei Krampfadern und Venenentzündungen helfen und stimuliert zudem die weißen Blutkörperchen, die den Körper vor Infektionen
schützen und kann auch Fieber senken.

 

Warum Saisonware kaufen?

Es hat viele Vorteile Obst und Gemüse der Saison zu kaufen. Zum Einen schmecken die Produkte besser, da ihr Geschmack und das Aroma am intensivsten während der natürlichen Erntezeiten im Freiland ist. Zum Anderen wird das Gemüse und Obst nicht unreif geerntet, sondern darf in der Regel vollständig ausreifen, was bei importierter Ware meist wegen des Transportes nicht möglich ist. Heimisches Obst und Gemüse enthält daher auch mehr Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Eine bessere Ökobilanz wird erreicht, da weniger Energie für weite Transportwege benötigt wird. Optimal sind Produkte, die im Freiland wachsen, denn so fällt zusätzliche Energie für beheizte Treibhäuser, die Lagerung oder Abdeckmaterialien wie Folie oder Vlies weg.

Importiertes Gemüse und Obst enthält oft viel Gift. Damit zum Beispiel Erdbeeren ein paar Wochen eher auf den Markt kommen, wachsen sie unter Folie. Das feuchtwarme Klima lässt allerdings auch Pilze gut gedeihen, deshalb wird ordentlich gespritzt. Vor allem Lebensmittel-Überwachungsämter warnen vor den frühen Früchten, da sie meist enorme Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aufweisen. Diese können gesundheitlich bedenklich sein.

Ein weiteres Plus bei heimischen Produkten ist, dass sie weniger Pestizidrückstände enthalten als importierte Ware. Greift man zu Pflanzen aus dem Freiland, nimmt man zudem deutlich weniger Nitrat zu sich, da Nitrat durch Sonne abgebaut wird. Bio-Gemüse enthält generell weniger Nitrat.

Kommentare

fbloginbar
Radio 7 Webradio
Radio 7 Playlist
Mail ins Studio senden
Mediathek
Service
Facebook