Radio7

Fastnachtsleckereien - Radio 7

Das Gute von gestern mit dem Besten von heute

Radio 7 mit Linda Borrmann

mit Linda Borrmann

  • Everything She Wants - Wham!


Fastnachtsleckereien

Bild: CCO/Pixabay

 

Schlemmen nach Lust und Laune

Fastnachtsleckereien zum Fastnachts-Endspurt

Ab Altweiberdonnerstag steht Rheinland-Pfalz Kopf. In den Faschings-, Karneval-, Fastnachts-Hochburgen herrscht Ausnahmezustand. Bis Aschermittwoch darf geschlemmt und gefeiert werden. Die närrischen Tage werden in vollen Zügen genossen. Und bis zum Beginn der Fastenzeit wird sich noch einmal richtig ausgetobt - mit deftigem oder süßem Essen und alkoholischen Getränken.

Speis und Trank an Fastnacht: Herkunft

An den närrischen Tagen werden die Gelüste ausgelebt. Es wird deftig undsüss gespeist und reichlich Alkohol getrunken. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Wörter "Karneval" und "Fasching" mit Essen und Trinken zusammenhängen.
Karneval stammt von mittellateinisch de carne levare ieiunium (etwa = Fasten durch Fleischwegnahme), während der Begriff "Fasching" aus dem MIttelhoch-deutschen "vaschanc" oder "vastschang" kommt und "Ausschenken des Fastentrunks" (starkes Bier) bedeutet.

Doch wo kommen nun die Krapfen und das Schmalzgebäck her?
Am "schmutzigen" Donnerstag wurde das letzte Mal vor der Fastenzeit geschlachtet. Das Fett, das man daraus gewonnen hat, sollte nicht verderben und so kochte man besonders fetthaltige Speisen oder nutze das Fett zum Backen von Gebäck.

Die fetthaltigen Krapfen gab es in der früheren Neuzeit nur am Karneval. Klöster und Stadtverwaltungen teilten das fettige Gebäck aus und man konnte sich daran richtig satt essen. Auch heute werden noch Unmengen von Krapfen zur Fastnachtszeit verspeist. Das frittierte Gebäck aus Hefeteig gibt es mit unterschiedlichen Füllungen und Verziehrungen.

Der Brauch vom Huhn im Topf

Da Eier während der Fastenzeit nicht gegessen werden durften, da sie lange als flüssiges Fleisch galten, schlachteten die Bauern viele ihrer Hühner um die Zahl der Eier zu reduzieren. Daher gab es an Karneval ein Huhn im Topf und gilt sommit als alter Brauch während den närrischen Tagen.

In Köln zum Beispiel gibt's an Karneval regionale Gerichte wie "Himmel un Äd" oder "halver Hahn" (Käsebrot), Heringe, Kutteln und Schnecken.

Leckere Krapfen oder Berliner

Je nach Region werden die Krapfen auch Pfannkuchen oder Berliner genannt. Und so werden sie gemacht:

Zutaten:

500g Mehl
40g Hefe
125ml Milch
100g Zucker
2 EL Rum
1 Prise Salz
2 Eier
2-3l Frittierfett
100g Butter oder Magarine

Pflaumenmus, Erdbeer-, Himbeer- oder Hagebuttenmarmelade (Füllung) und Puderzucker/normaler Zucker zur Garnierung.

Zubereitung:

1. Aus Mehl, Hefe, Milch, Zucker, Salz, Eier, Rum und Butter einen Hefeteig bereiten und ca. 30 min gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (am besten im Backofen bei ca. 50°C oder auf der Heizung – Teig dabei zudecken)

2. Aus dem Teig eine Rolle formen und in 22 -24 Teile schneiden. Hände bemehlen und in die linke Hand ein Teigstück  nehmen, eine Vertiefung eindrücken, etwas Mus einfüllen und den übrigen Teig oben darüber ziehen, sodass die Oberfläche wieder glatt wird. Teig zur Kugel  formen.

3. Teigbällchen mit der gedrehten Seite nach unten auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen.

4. Fett in einem großen, breiten Topf mit Deckel erhitzen (mittlere Stufe reicht), und sobald das Fett an einem Holzkochlöffel Bläschen wirft (bei ca. 170°C) Teigbällchen mit der Oberseite nach unten hinein legen und bei geschlossenem Deckel ca. 1 min. im Fettbad backen. Sobald eine Seite braun ist, den Krapfen wenden. Deckel jetzt weglassen.

5. Nach dem Backen Krapfen auf einem mit Küchenpapier belegten Kuchengitter abtropfen lassen.

6. Krapfen mit Puderzucker bestäuben oder in Kristallzucker wälzen.

Tipp 1: Alternativ kann die Füllung auch nach dem Fritieren in die Krapfen gegeben werden – dann mit Hilfer einer Spritze oder Spritztüte.

Tipp 2: Krapfen kann man gut wieder aufbacken – 10 min. lang bei 180°C Heißluft, auf der 2. Ebene von unten. Schmecken fast wie frisch aus der Friteuse! 

 

Schmalzkringel

Zutaten: (für ca. 20 Stück)

250g Wasser
70g Butter
10g Zucker
eine Prise Salz
etwas geriebene Zitronenschale
125g Mehl
3 Eier
Butterfett
Zimt- oder Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

1. Wasser, Butter, Zucker, Salz und Zitronenschale auf dem Herd aufkochen lassen. Das vorher gesiebte Mehl hinzugeben und kräftig mit einem Kochlöffel umrühren, damit die Masse nicht anbrennt. Wenn sich ein Kloß gebildet hat und sich die Masse ballenartig vom Topfrand löst, den Topf vom Herd nehmen und die Eier nach und nach unterrühren.

2. Mit einem Beutel und einer Sterntülle runde Kringel auf ein gefettetes Stück Backpapier spritzen.

3. Butterfett auf ca. 165 Grad erhitzen. Backpapier mit den Kringeln umdrehen und vorsichtig so lange in das heiße Fett halten, bis sie sich ablösen. Kringel unter einem Deckel goldbraun backen - zwischendurch mit dem Stielende eines Kochlöffels umdrehen, damit auch die Unterseite gebacken werden kann.

4. Kringel mit einem Schaumlöffel aus dem Fett nehmen und zum Abtropfen auf ein Stück Küchenpapier legen. Anschließend wahlweise mit Puder- oder Zimtzucker bestreuen.

Tipp: Die Kringel können auch mit Zuckerguss bestrichen werden.

Wir wünschen eine schöne Fastnachtszeit und "Guten Appetit"!

Kommentare

fbloginbar
Radio 7 Webradio
Radio 7 Playlist
Mail ins Studio senden
Mediathek
Service
Facebook