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Kürbisse für alle - Radio 7

Das Gute von gestern mit dem Besten von heute

Scheiter & Jack - Die Radio 7 Morningshow

mit Andi Scheiter und Claudia Axtner und Jack Krispin

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Kürbisse für alle

Bild: CCO/Stefan Schweihofer/Pixabay

 

Lecker, rund und gesund: Der Kürbis

 

Halloween steht vor der Tür und mit dem Fest landen auch zahlreiche Kürbisse in und an den Häusern. Doch nicht nur als Deko überzeugt das orangene Gemüse, auch in der Küche sind die bunten Leckereien ein Genuss für Gaumen und Auge.


Mit klingenden Namen wie Acorn, Crookneck, Lady Godiva, Patisson oder Rondini kommt die Gattung der Sommerkürbisse daher, zu denen übrigens auch die Zuccini zählt. Im Winter kommen die „Cucurbita maxima“ auf den Markt, zu denen unter anderem Blue Banana, Turbankürbis, Hubbards, Butternuss- und Muskatkürbis zählen. Der Unterschied zwischen Sommer- und Winterkürbis besteht zum einen darin, dass man fast alle Sommerversionen mit Schale essen kann, die Wintervarianten bis auf eine Ausnahme (s. unten) schälen muss, zum anderen sind erstere nur rund drei Wochen haltbar, während sich zweitere bei dunkler und kühler Lagerung mehrere Monate halten können.

 

Vielfältige Kürbiswelt


Der bei uns bekannteste Vertreter der Winterkürbisse ist der kräftig orangenfarbene Hokkaido-Kürbis, der ursprünglich aus Japan stammt und im Herbst Saison hat. Mit etwa ein bis zwei Kilo zählt er zu den kleineren Kürbissen. Der große Vorteil dieser Sorte ist die Tatsache, dass man ihn nicht schälen muss, sondern die Schale einfach mitgaren kann. Geschmacklich erinnert er an Esskastanien oder Nuss und eignet sich für Suppen, Pürees oder als Gemüse-Beilage.

Und auch, wenn man nicht gleich den ganzen Kürbis verarbeite möchte, ist dies kein Problem: geschnitten hält er sich im Kühlschrank problemlos bis zu vier Tage.

 

Ebenfalls für diese Gerichte eignet sich der Butternusskürbis, der, wie der Name schon ahnen lässt, nach Butter und leicht süßlich schmeckt. Ihn kann man zudem bei der Zubereitung von Süßspeisen einsetzen oder roh bei Salaten verarbeiten. Das auch unter der Bezeichnung Birnenkürbis erhältliche Gemüse wiegt zwischen 200 Gramm und zwei Kilo und ist außen leicht gelblich, innen zart hellorange.

 

Ein sehr originelle Sorte ist der Spaghettikürbis, der bis zu drei Kilo wiegt und im grün-weiß gestreiften Gewandt daherkommt. Nach dem Garen zerfällt er in Fäden, die optisch sehr stark an die berühmte Nudelsorte erinnern, was ihm seinen Namen einbrachte. Geschmacklich erinnert er an Zucchini und kann ähnlich eingesetzt werden. Ob als Gemüsebeilage oder tatsächlich Nudelersatz – diese Sorte ist vielseitig.

Auch diesen Kürbis muss man nicht schälen, sondern kann ihn wahlweise halbiert garen oder am Stück in Wasser gar kochen und nach dem Entfernen der Kerne die Fäden“ ganz entspannt herauslösen.

 

Zahlen & Fakten

Und weil’s so schön ist, gibt es noch zehn spannende Fakten zum Thema Kürbis:

  1. Rund 99% der in den USA verkauften Kürbisse dienen der Dekoration

  2. Offiziell gehört der Kürbis nicht zur Familie der Kürbisse, sondern zu den Beeren und ist somit die größte Beere der Welt

  3. Durchschnittlich 500 Kerne hat ein Kürbis

  4. Für einen Liter Kürbiskernöl braucht man etwa drei Kilo Kerne (= 35 Kürbisse)

  5. Der größte Kürbis kam 2012 in der Schweiz auf die Waage mit 768,5 Kilo

  6. Über 850 Sorten Kürbisse gibt es weltweit

  7. 100 Gramm Kürbis haben durchschnittlich nur ca. 25 Kalorien

  8. Die meisten Kürbisse sind orange, was am hohen Carotinoidgehalt liegt

  9. Kürbisse gibt es seit über 12.000 Jahren

  10. In Rheinland-Pfalz gibt es rund 310 Hektar Kürbisanbaugebiet. Das ist ein Sechstel der gesamtdeutschen Kürbis-Anbaufläche.

In diesem Sinne - der Fantasie und dem Einsatzgebiet sind kaum Grenzen gesetzt und sich auf das Experiment "Kürbis" einzulassen, lohnt sich auf jeden Fall!

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