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Frühstück - die vergessene Mahlzeit - Radio 7

Das Gute von gestern mit dem Besten von heute

Radio 7 Plattenküche

mit Matthias Ihring

  • Wicked Wonderland - Martin Tungevaag


Frühstück - die vergessene Mahlzeit

Bild: sxc.hu/Caltiva Creatividad

Frühstück First!
Die vergessene Mahlzeit

Ob die Schule ruft oder das Büro oder einfach nur die Kinder: Morgens muss es schnell gehen, und das Frühstück bleibt oft auf der Strecke. Dabei ist die erste Mahlzeit die wichtigste...

Wenn man ruht, ruhen auch die Zellen. Unser Organismus braucht morgens mindestens Flüssigkeit und bestenfalls Proteine, Fett, Kohlenhydrate, Mineralien und Vitamine, um die Zellerneuerung wieder in Gang zu bringen. Damit der Körper dabei nicht im Leerlauf fährt, braucht er neue Kraft, denn über Nacht war er damit beschäftigt, die wichtigsten Organe am Laufen zu halten. Nicht zuletzt hilft ein ausgewogenes Frühstück auch bei der Gewichtsregulierung. Muss der Körper nämlich erst einmal bis Mittag warten, kompensiert er da mit umso mehr Appetit - und schon schaufelt man viel zu große Portionen in sich hinein.

Frühstück...

  • belebt die Zellen
  • macht den Körper startklar
  • hilft bei der Gewichtsregulierung

Leider ist die Wichtigkeit eines guten Frühstücks vielen nicht mehr bewusst: Nach aktuellen Umfragen geht jeder fünfte Schüler in Rheinland-Pfalz, Hessen, und dem Saarland mit leerem Magen aus dem Haus - in der Oberstufe jeder Vierte. Eine Gewohnheit, die sich scheinbar bereits im frühen Alter einschleift. Schon in der Grundschule verzichten viele Kinder  auf die erste Mahlzeit - meist, weil sie keinen Appetit haben. Doch gar nichts zu sich zu nehmen, ist nie gut, allein schon, weil die Konzentration leidet. Es reicht ja schon ein Glas Milch oder Fruchtsaft für alle Kau-Faulen, und auch so muss das Frühstück ja keine ausladende Mahlzeit sein. Solange man die richtigen Produkte wählt...

Ausgewogen, nicht gewichtig

Denn das Frühstück hat auch nur dann so viele Vorteile, wenn man es ausgewogen gestaltet. Mit Frühstückseiern, viel Wurst und Marmelade überfordert man den Körper mit unnötigen Kalorien und Fetten. Das tut beim Sonntagsfrühstück sicher auch mal gut, aber für den Start in den Wochentag sollten es reduzierte Mengen ausgewählter Produkte sein: In Ordnung ist alles, was dem Körper wenig Fett, Zucker, oder Salz, und stattdessen Ballaststoffe zuführt.

Keine Zeit ist keine Ausrede 

Man braucht nicht viel Zeit, um sich vor dem Tagesstart etwas Gutes zu tun. Schon ein Glas Wasser zum Kaffee hilft: Der Flüssigkeitsspeicher des Körpers ist erschöpft, mit Wasser oder auch Säften füllt man nach. Dazu kann man ein paar Nüsse knabbern - die helfen dem Hirn mit Zink, Vitaminen, und Fettsäuren. Auch Haferflocken und andere Getreideprodukte liefern Ballast- und Brennstoff für Gehirn und Muskeln. Dazu passt Milch: Sie schont den Magen und liefert dennoch Kohlenhydrate, Eiweiß, Kalzium und Fett für die ersten paar Stunden Energie. Wem Müsli kauen morgens zu anstrengend ist, der tut einfach etwas Obst, das Müsli, und die Milch in den Mixer - fertig ist der Frühstücksdrink! Wer lieber Brot ist, greift am besten zu Vollkorn-Varianten. Schön fruchtug kommt man auch mit Grapefruits schnell zum Ergebnis: Die in den Paradiesäpfel enthaltenen Bitterstoffe senken den Cholesterin- und Insulinspiegel und erzeugen ein schnelles Sättigungsgefühl.

Frühstück, nicht Süßstück!

Aber Achtung: Müsli ist nicht immer das beste Menü. Ganz im Gegenteil enthalten die Hälfte aller als Frühstückscerealien deklarierten Produkte mehr als 30% Zucker, warnt Foodwatch. Die Organisation bezeichnete die Frühstücksflocken kritisch als "Süßigkeiten mit Müsli-Anstrich". Beim Kauf also auf jeden Fall auf den Zuckergehalt achten!

Zum Glück gibt es ja auch genug gesunde Alternativen, damit der Tag gut losgeht. Also, Wecker vorstellen und ran an den Frühstückstisch!

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