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Das Essen der Zukunft - Radio 7

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Radio 7 mit Dominic Gebauer

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Das Essen der Zukunft

Bild: sxc.hu/Amanda Hartman
Das Essen der Zukunft

Verrückte Food-Trends

Whiskey mixen in der Scrollbar, Popcorn direkt an den Kinosessel, Schokotafeln mit Liebesgrüßen: In Zukunft wird auch unser Essen mobil und vernetzt. Einerseits ist das praktisch und unterhaltsam, manchmal aber auch überflüssig oder eher bedenklich. Essen wir bald etwa nur noch Bits und Bytes?

Na gut: Ganz so weit ist es noch nicht. Aber nicht zuletzt seit der Einführung von Bubble Tea werden künstlich hergestellte Lebensmittel scharf diskutiert. Die auf purer Chemie basierende Erfrischung zog bei der Markteinführung in Deutschland beunruhigende Studien nach sich - inzwischen gilt der Trenddrink sogar als giftig. Droht aus dem Labor also vor allem Gefahr?

Faule Eier

Bild: sxc.hu/Helmut GevertAuch andere Lebensmittel können inzwischen komplett künstlich hergestellt werden. So werden in China seit einigen Jahren Eier-Imitate verkauft. Die sind günstiger als Lege-Eier und lassen sich genauso braten wie rühren. Geschmacklich merkt man wohl kaum einen Unterschied. Ernährungswissenschaftler behaupten sogar, dass solche Eier eigentlich viel gesünder sein als ihre echten Vorbilder, denn sie enthalten weder tierische Fette noch Cholesterin noch Viren wie die Vogelgrippe. Dafür aber eben eine Menge chemischer Stoffe mit Bezeichnungen wie Natriaumalginat, Alaun, Carboxymehtylcellulose. Damit kann man Ei wie Schale und sogar die hauchdünne Haut täuschend echt imitieren. Schön und gut, aber - muss ein Ei nicht irgendwie doch von einer Henne kommen, um ein Ei zu sein?


Mit Essen spielt man also doch - mehr Trends
 aus der Kunst-Küche bei uns.


 

Bild: Screenshot@Whiskyblender.comMein feiner Tropfen

Weniger bedenklich, dafür umso spaßiger sind die neuen Gestaltungsmöglichkeiten im Netz: Auch hier steht man im Labor - experimentiert aber ausschließlich mit natürlichen Zutaten. Der schottische »Whiskyblender.com lässt den User seinen ganz eigenen Tropfen zusammenmischen - supersimpel in der "Scroll-Bar" des Browsers! Man füllt zuerst sein persönliches Fläschchen aus mehreren Geschmacksnoten zur Wunschmischung auf, anschließend gibt man dem "Kind" einen Namen. Der experimentelle Tropfen wird dann nach diesen individuellen Vorgaben vom Profi aus erlesenen Whiskeysorten zusammengemischt und gut verkorkt auf die Reise geschickt. Ein echt eigener Genuss!

Ganz ähnlich funktioniert das in den USA beim jüngst gestarteten Online-Shop »uFlavor - nur kann man hier sogar Geld mit seiner Kreation verdienen! Das Prinzip ist einfach: Ziel ist es, einen eigenen Softdrink zu gestalten, angefangen von Geschmacksrichtung bis zum Flaschendesign. Sobald andere Kunden sich eine Flasche davon bestellen, geht eine Provision an den Erfinder. Eine erfrischende Geschäftsidee - vielleicht auch bald in Deutschland?

Smarte Schokolade

Auf den ersten Blick nur eine Tafel Schokolade, durch's Display ein kleines Kunstwerk: Schokoladentafeln des Herstellers Lacta kann man in Griechenland seinen persönlichen Stempel aufdrücken - einfach eine Nachricht aufgeben, per App an einen Freund oder die Liebste verschicken, und schon erscheint dem oder der Glücklichen der Gruß auf jeder durch's Smartphone betrachtete Schokotafel. Außen wie innen echt süß!

Hierzulande gibt es das mit den »"Qkies" - kleine Kekse, die dank Barcode-Oberfläche auch als virtueller Gruß funktionieren. Eine Backmischung für 20 Kekse kann man für knapp sieben Euro kaufen und anschließend in der Küche fertig zaubern. Sind die kleinen Leckereien fertig, bestimmt man per App, wo der Barcode die zukünftigen Keks-Kauer hinführen soll - vielleicht zu einer lustigen Geburtseinladung auf Youtube oder einem tollen Foto auf flickr. Funktioniert natürlich nur, solange die Kekse noch ganz sind... also Vorsicht vorm Reinbeißen!

Das Handy lässt's poppen

Bild: sxc.hu/Colin HigginsDie Lichter gehen aus, der Film fängt an, und überall um einen herum raschelt's - nur einem selbst war die Schlange am Popcornschalter wieder zu lang. Kein Problem in Australien: Wer doch noch was zum Thriller knabbern möchte oder plötzlich mächtig Durst kriegt, der ruft die Spielfilm-Speisekarte auf dem Smartphone auf und bestellt - und zwar direkt an den Sessel! Popcorn wie Cola werden direkt an den Platz gebracht, damit man auch ja nichts vom Film verpasst. Ganz schön gemütlich...

Virtueller Motivator

Aber das Smartphone soll ja nicht nur faul und schwer machen - bei der App "Foodzy" sogar genau das Gegenteil! Kids lernen in der Anwendung über Spiele und virtuelle Wettkämpfe Vieles über gesunde und gute Ernährung. Eine gute Alternative, wenn der Nachwuchs auf Mamas Tipps wenig hören will - wenn's blinkt und auf dem Bildschirm stattfindet, sind die Kleinen ja immer zu begeistern!

Kanne und Kühlschrank zum Mitnehmen

Für die folgenden Innovationen können sich ziemlich sicher alle begeistern: Wer gerade erkältet ist oder einfach über den Tag einfach nur gerne ein paar Tees trinkt, braucht jetzt keine Teebeutel mehr einpacken und immer nach der nächsten Tasse suchen: Der »shuyao Teamaker packt alles in eins und liefert in einem handlichen und stylischen Thermobecher die Kanne zum Warmhalten und den Becher zum Trinken gleichermaßen. Und mit den handlichen Teebeutel-Kapseln dazu kann man sich den ganzen Tag versorgen.

Noch viel kompakter wird's beim Energydrink »West Coast Chill, den es - leider - bisher nur an der namensgebenden US-Westküste zu kaufen gibt. Auf Knopfdruck kühlt die Dose auf Kühlschranktemperatur ab - selbst wenn sie davor pillewarm war. Das Geheimnis liegt im Freeze-Button an der Unterseite der Dose, durch den eine Hitze-Austausch-Einheit aktiviert, die durch chemische Wechselprozesse die Temperatur der Dose in wenigen Minuten um mehrere Grad senken und halten kann. Ein kaltes Getränk einfach aus dem Ärmel schütteln - Traum aller Sonnenbader, Camper, und Festivalgänger!

 


Quellen:
GREY Food Trends
dradio.de

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