
| Datum | Ort | Veranstaltungsort | Beginn | Ende |
| 16.09.12 | Ulm | 00:00 Uhr | 00:00 Uhr |
Wir freuen uns über 277 Läuferinnen und Läufer, die für das Radio 7-Laufteam beim diesjährigen Einstein-Marathon an den Start gehen!
Die Orthopädie-Schutechnik Kraus GmbH mit Geschäftsführer Andreas Kraus steht für Gesundheitsdienstleistungen auf hohem Niveau. Die Angebote werden ständig verbessert, Kunden gewissenhaft und nachhaltig betreut.
Neueste Analysemethoden aus Sportwissenschaft, Orthopädie und Physiotherapie ermöglichen eine individuelle Versorgung.
Ein Schwerpunkt bildet die Video-Bewegungsanalyse und die laufsportliche Analyse und Beratung durch einen geprüften natural-running Trainer.
vital-laufen.de bietet Ihnen einen guten Einstieg und viele Hintergrund-Informationen. Fuß-/Beinprobleme und Sportler-Support erfordern jedoch individuelle Untersuchung, Analyse und Beratung. Ein Interview mit Andreas Kraus zu Lauftechnik, Bewegungsanalyse und dem richtigen Schuhwerk finden Sie weiter unten auf der Seite!

Das Läuferknie / Ilio-tibiales Bandsyndrom / Tractussyndrom
Es handelt sich um ein Schmerzsyndrom, das vor allem bei Läufern auftritt und wird daher auch als Läuferknie bezeichnet. Der Tractus iliotibiales ist eine sehnenartige Struktur, die am Beckenkamm zunächst einen Muskel ( M. tensor fasciae latae) umhüllt und dann als strangartige Struktur an der Oberschenkelausenseite bis zum Schienbeinkopf kurz unterhalb des Knieglenkes zieht. Da das Kniegelenk sich an der Außenseite (Epikondylus) vorwölbt reibt das Band ( Tractus iliotibialis) wie ein Seil an einer Felskante und führt bei Laufen zu Schmerzen an der Aussenseite des Kniegelenkes. Schon mancher Läufer wurde erfolglos auf Meniskus- oder Knorpelschaden behandelt, obwohl es sich um ein Tractussyndrom handelte.
Ursachen: Übertraining, O-Beine, Überpronation, falsche oder abgelaufene Schuhe, Hügeltrainig, im Winter Laufen auf Glätte oder unebenem Gelände.
Therapie: Trainingspause, Dehnen und Lösen des verhärteten und verkürzten Muskels bzw. des Tractus, Physiotherapie, Schuhanpassung, entzündungshemmende Medikamente, gegebenenfalss bei versagen der Physiotherapie auch einmal eine Cortisoninjektion.
Patella-Spitzen-Syndrom / Jumpers knee / Patella-femorales Schmerzsyndrom
Schmerzen treten unterhalb der Kniescheibe auf. Bei Sprüngen und anschließender Landung wirken extreme Kräfte auf das Kniegelenk bzw. die Sehnenübergänge, besonders am unteren Patellapol. Besonder häufig sind Sportler mit hohen Sprunganteilen betroffen( Volleyball, Weitsprung, Hochsprung).
Ursache: Übertraining, Wachstumsstörung(Osgood Schlatter), verkürzte bzw. verhärtete Oberschenkelmuskulatur (myofasciale Triggerpunkte).
Therapie: Muskeldehnung, Physiotherapie, Stosswellentherapie, Trainingpause, ausreichende Regeneration
Achillessehnenreizung / Achillodynie
Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne des Menschen mit einer Zugkraft von ca. 400kp. Schon in der Mythologie galt sie als Schwachstelle des sonst unbesiegbaren Achilles. Überlastungen derAchillessehne sind bei Läufern sehr häufig und oft langwierig. Die Achillessehne ist von einer Art Röhre mit sechs bis acht Gewebschichten umgeben. Zum Schutz vor Reibung befinden sich zwischen den Gewebschichten gallertartige Verbindungen, die Polysaccharide. Beim Laufen wird die Achillessehne durch den Zug der Wadenmuskulatur hoch gezogen und damit der Vorfuß abgesenkt und sorgt damit für den Abstoß beim Laufen. Kommt es zur Überbelastung verändert sich die Konsistenz der Polysacharide und damit zur Achillodynie. Typisch sind Schmerzen, Schwellung und Überwärmung. Besonders morgens beim Aufstehen sind die Beschwerden stark.
Ursachen: Steife, verkürzte Wadenmuskulatur, schnell zunehmende Laufdistanz, Fehlstellungen (Überpronation), neue ungewohnte Schuhe.
Therapie: Unbedingt Trainingspause, Dehnen und Lösen der verhärteten und verkürzten Muskultur, Aquajogging, Eis(nicht länger als 10 Minuten und nicht direkt auf die Haut), Physiotherapie, Stosswellentherapie, vorsichtig mit Cortisoninjektionen - Rissgefahr.
Schienbeinkantensyndrom / Shin splints
Häufiges Überlastungssyndrom bei Läufern und Walkern. Typisch sind krampfartige Schmerzen an der Innenseite des Schienbeines zu Beginn des Lauftrainings. Es handelt sich um eine Ansatzreizung der Muskulatur bzw. um myofasciale Triggerpunkte, also um Muskelverhärtungen und Muskelverkürzungen. Besonders betroffen sind Laufanfänger, die das Laufpensum schnell steigern. Auch sind Fersenläufer besondres betroffen, da sie auf der Ferse aufkommen und den Vorfuß durch die vordere Unterschenkelmuskulatur gebremst aufsetzen.
Ursache: Schneller Trainingsaufbau, Fersenläufer und weitere Defizite in der Lauftechnik.
Therapie: Lauftraining reduzieren, Physiotherapie (Lösen der musk. Triggerpunkte), Dehnen, Lauftechnik verbessern (Fuß flach aufsetzen), Schuhe optimieren (Laufbandanalyse), Stoßwellentherapie, Kinesio Tape. Achtung: Bei Therapieresistenz an Sressfraktur (Ermüdungsfraktur) oder chronisches Compartmentsyndrom denken.
Plantarfasciitis / Fesensporn
Der knöcherne Sporn ist gar nicht so entscheident, es handelt sich mehr um eine Entzündung der Plantarfaszie, dem faserartigen Sehnenstrang an der Unterseite des Fußes. Wenn sich der Sehnenstrang durch Überbelastung entzündet, entstehen vor allem frühmorgendlich oder beim Loslaufen Schmerzen bevorzugt an der Innenseite der Ferse.
Ursache: Überbelastung, harte Schuhe, Verkürzung und Verhärtung der Wadenmuskulatur.
Therapie: Physiotherapie (Dehnen der Wadenmuskulatur, Lösen der musk. Triggerpunkte), Fersenkissen, Einlagen, Stoßwellentherapie, Strahlentherapie, Cortisoninjektion, Antiphlogistika, Kältetherapie,Operation, Eis, Massage
Sonderfall: Stressfraktur / Ermüdungsbruch / Marschfraktur
Stressfrakturen ereignen sich auf Grund immer wiederkehrenden Belastungen, wie sie beim Laufen auftreten (ohne eigentliches Trauma). Die Beschwerden äußern sich oft schleichend und werden als Brüche oft nicht gleich erkannt.
Ermüdungsbrüche ereignen sich häufiger bei Frauen. Ursache sind Störungen des Menstruationzyklus. Häufiges Auftreten im Mittelfußbereich, aber auch im Becken, im Schien- und Wadenbeinbereich möglich.
Ursachen: Schnelle Steigerung des Trainingumfanges, Tragen neuer Schuhe oder Einlagen, ungewohnte Belastungen.
Generelle Empfehlungen:
Auf die körperliche Belastbarkeit angepasstes Trainingsprogramm, Sportärztliche Betreuung, Traning nach Trainingsplan bzw. Traininkskalender, die Zeit für Regenneration lassen, Traininspausen einlegen, Lauftechnik verbessern, entsprechende Laufschuhe, gegebenenfalls angepasste Einlagen, ausgewogene Ernährung, gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel, wenn möglich natürlichen Ursprungs. Liegen Menstruationsstörungen vor ist eine frauenärztliche Behandlung angebracht.
Dr. Gerd Wölffle ist selbst begeisteter Läufer und Sportmediziner mit eigener Praxis in Ulm-Söflingen.
SIEBEN: Wie wichtig ist die richtige Lauftechnik? Gibt es „die“ richtige Lauftechnik überhaupt?
Andreas Kraus: Im Sport wird Technik definiert als “Übereinstimmende Bewegungsmerkmale bei einem repräsentativem Durchschnitt erfolgreicher Wettkämpfer”. Diese Bewegungsmerkmale gibt es bei jeder Sportart. Auch der Hobbysportler orientiert sich sinnvollerweise im Rahmen seiner Möglichkeiten an der Technik eines guten Sportlers. Die entsprechende Technik wird uns vom Schwimm-, Ski-, Tennis- oder Golflehrer beigebracht. Dies gilt so auch beim Laufsport! Jedermann erkennt bei einer Laufveranstaltung schnell, welcher Läufer an seinem Bewegungsablauf gefeilt hat, dem Ziel graziös entgegenschwebt und wer vorsichtig seine ersten Runden dreht. Und sich dabei manchmal beschwerlich über den Asphalt schleppt. Ich habe den Eindruck, dass beim Laufsport dieses Thema noch stiefmütterlich behandelt wird. Zwar kann man von Kindheit an laufen, jedoch kann man es –auch im Erwachsenenalter- noch perfektionieren. Eine gute Lauftechnik lässt Läufer leichter, schneller und gesünder Laufen!
SIEBEN: Trainingsplan oder einfach nur Kilometer bolzen?
Andreas Kraus: In der modernen Trainingslehre gibt es den Begriff der “junk miles”. Es macht wenig Sinn nur viele Kilometer zu laufen. Oftmals rennt man dadurch nur von Verletzung zu Verletzung oder man wird trotz immenser Trainingsumfänge einfach nicht schneller. Neben dem eigentlichen Laufen gehören zum Fundament des Trainings weitere Einheiten, wie Laufkraft-Training (Training der stabilisierenden Muskulatur), Koordination (Zusammenspiel der einzelnen Muskeln), Rumpfstabilisation, Stretching und das Lauf ABC (Zerlegung der Laufbewegung in seine Einzelteile). Also lieber mal eine Laufeinheit weglassen (junk miles) und diese Zeit für die weiteren Trainingskomponenten nutzen. Überzeugt bin ich von den Trainingsplänen des Laufsportarztes Dr. Matthias Marquardt, die auf seiner Website www.natural-running.com kostenlos zur Verfügung stehen. Sein Buch “Die Laufbibel” gilt als Standardwerk unter Läufern und ist verständlich zu lesen.
SIEBEN: Was ist natural-running? Was ist dabei zu beachten?
Andreas Kraus: Natural running ist der Laufstil, der sich bei einem gesunden Menschen auf einem natürlichen Belag ohne Schuhe einstellt: der Mittelfußlauf. Auffällig ist nur, dass die meisten Läufer beim Laufen in Schuhen einen Fersenlaufstil haben und sich auch weitere Bewegungsmerkmale negativ verändern. Eine Ursache hierfür kann in einem zu stark gedämpften Schuh mit hoher Absatzsprengung liegen. Der Mittelfußlauf ist ein gesunder und schneller Laufstil, aber: Es sollten die Waden gekräftigt werden, weil diese –auch durch flache Schuhe- einer größeren Belastung ausgesetzt sind.
SIEBEN: Was bringt die Bewegungsanalyse?
Andreas Kraus: Sie hilft zunächst bei der Auswahl der richtigen Schuhkategorie. In meiner Praxis erlebe ich es häufig, dass der Fuß durch die falsche Schuhauswahl in eine ungünstige Richtung gehebelt wird. Aber Achtung: Bei einer Analyse darf nicht nur das Sprunggelenk betrachtet werden! Eine Überpronation (“nach innen knicken des Fußes”) kann auch vom Becken ausgelöst werden. Deswegen sind Laufbandanalysen ohne Hautmarkierungen, mit hochgekrempelter Hose und nur einer auf den Fuß fixierten Kamera wenig aussagekräftig. Ich untersuche grundsätzlich die Bewegungen von Sprunggelenk, Knie und Becken, da diese Gelenke sich gegenseitig beeinflussen. Verletzungsfördernde Fehlstellungen, die sich im Bruchteil einer Sekunde abspielen, können so erkannt werden. Ein gute Analyse kann jedoch noch mehr: Durch die Analyse des Laufstils können zudem unökonomische Bewegungsabläufe entdeckt werden. Mir persönlich war es daher wichtig neben einer Bewegungsanalysen-Ausbildung auch an einer Lauftrainer-Ausbildung teilzunehmen. Die ausgewerteten Ergebnisse führen nun zu Maßnahmen, die dem Läufer nützen: Leistungskiller oder potentielle Verletzungsauslöser werden durch gezielte Trainingsempfehlungen beseitigt und der richtige Schuh kann nun sicher ausgesucht werden.
SIEBEN: was gibt es beim Laufschuhkauf zu beachten?
Andreas Kraus: Die zentrale Frage lautet immer noch: Wie viel Dämpfung und Stützung brauche ich und welches Abrollmuster hat mein Fuß? Wesentlich ist die Ermittlung des Stützbedarfes im Schuhwerk. So gilt es also herauszufinden, ob der künftige Schuh eine mediale (also „innenseitige“) Stütze aufweisen sollte oder nicht und welche Stärke eine eventuelle Stütze aufweist. Jeder große Laufschuhhersteller stellt heute Schuhe mit unterschiedlichen Intensitäten von Stützen her, aber auch Schuhe für „Neutralläufer“, die keine zusätzlichen Stützen besitzen. Deshalb muss man betonen, dass es heute eher mehr „falsches“ Schuhwerk für einen Läufer gibt. Keineswegs kann durch den hohen Entwicklungsstand der Schuhe bei der Auswahl heute nichts mehr verkehrt gemacht werden. Im Gegenteil! So erklärt sich die Notwendigkeit, dass das Abrollverhalten durch eine Bewegungsanalyse ermittelt werden sollte.
Generell empfehle ich darauf zu achten, dass der Schuh durch das Fersendämpfungssystem nicht eine hohe “Absatzsprengung” besitzt. Betrachten Sie den Schuh von der Seite. Wie viel Sohlenmaterial befindet sich unter dem Ballen und wie viel unter der Ferse? Der Unterschied sollte nicht größer als ein cm sein.
Ebenfalls wichtig: Im Moment boomen die natural-running / Minimalschuhe. So natürlich das natural-running auch ist: Diese Schuhe müssen Sie sich erarbeiten. Stärken Sie Ihre Waden und beginnen Sie mit behutsamen Umfängen. Ich selbst liebe das “Light-Trainer”-Segment. Das sind Schuhe, die leichter sind als die üblichen Laufschuhe, jedoch noch nicht so radikal wie die Wettkampfschuhe.
Herr Andreas Kraus bietet exklusiv für die Läufer unseres Radio 7 Laufteams eine Bewegungsanalyse zum Sonderpreis von 189,- Euro an. Bei Interesse bitte eine kurze Mail an christiane.anger@radio7.de.
Weitere Infos unter www.vital-laufen.de und www.orthopaedie-dr-woelffle.de
8. Ulmer/Neu-Ulmer Einstein-Marathon
15. / 16. September 2012
Das Programm:
Samstag, 15. September
10 - 19:00 Uhr: Startunterlagenausgabe - Marathonmesse Ulm-Messe
10 - 19:00 Uhr: Nachmeldungen - Marathonmesse Ulm-Messe (nur Samstag)
ab 10:00 Uhr Startunterlagenausgabe NUR Jugend - Donaustadion
10:00 Uhr: Start Walz junior-Mini-Marathon - Donaustadion
ab 10:00 Uhr: Start ratiopharm-Jugendläufe - Donaustadion
ab 17:00 Uhr: Settele-Spätzle-Party auf dem Ulmer Münsterplatz
ab 17:00 Uhr: Rahmenprogramm "Kultur, Sport, Mobilität" auf dem Münsterplatz 18:00 Uhr: Marathon-Gottesdienst im Ulmer Münster
Sonntag, 16. September
7 - 8:30 Uhr: Startunterlagenausgabe - Marathonmesse Ulm-Messe (Marathon/Beurer-Halbmarathon/SWU Power Nordic Walking)
8 - 8:21 Uhr: Sportlerandacht, Marathonmesse
9:00 Uhr: Start Marathon/Beurer-Halbmarathon/SWU Power Nordic Walking - Ulm Messegelände
10 - 11:30 Uhr: Startunterlagenausgabe + Nachmeldungen - Stadthaus, Münsterplatz (10 km/5 km/DING-Walk)
11:00 Uhr: Siegerehrung Beurer-Halbmarathon
12:00 Uhr: Zielschluss Beurer-Halbmarathon
12:30 Uhr: Zielschluss SWU Power Nordic Walking
12:30 Uhr: Start WMF BKK Gesundheitslauf - Hans-und-Sophie-Scholl-Platz
12:45 Uhr: Start Liqui Moly Citylauf - Hans-und-Sophie-Scholl-Platz
12:50 Uhr: Start DING-Walk - Hans-und-Sophie-Scholl-Platz
13:00 Uhr: Siegerehrung Marathon
14:00 Uhr: Siegerehrung 10 km und 5 km
15:00 Uhr: Zielschluss Marathon
16:00 Uhr: Ende der Veranstaltung
www.einstein-marathon.de
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