In den Städten kommt man meistens schnell überall hin - fast überall. Wer dabei doch mal schnell auf ein Auto umsatteln will, kann sich das für kurze Zeit mieten - das sogenannte Carsharing.
Wer das eigene Auto kaum nutzt oder gar keines besitzt, kann durchaus viel Geld sparen. Die Stiftung Warentest hat vor kurzem das Carsharing-Modell und einige Anbieter unter die Lupe genommen und ist zu dem Schluss gekommen, dass Wenigfahrer damit bis zu 1000 Euro sparen können. Allerdings sind die Tarife teilweise sehr unübersichtlich.
Bei den meisten Anbietern fällt eine Aufnahmegebühr oder zusätzlich eine Kaution an. Auch monatliche Gebühren, ob man fährt oder nicht, werden bei einigen Anbietern fällig. Weiterhin sollte man die Gebühr pro Stunde und den Betrag pro gefahrenen Kilometer im Auge behalten. Allerdings gibt es auch Anbieter, die pro Minute bezahlen, unabhängig vom gefahrenen Kilometer.
Der Vorteil des Carsharings gegenüber dem Privatwagen ist die Vielfalt an Modellen. Es gibt für jeden Zweck das passende Auto, egal ob Stadtflitzer, Kombi oder Transporter für den Umzug. Letztere können schnell ausgebucht sein, daher sollte man rechtzeitig reservieren.
Ähnlich wie bei einem Mietwagen sollte man vor Antritt einer Fahrt das Auto nach Mängeln untersuchen und überprüfen, ob sich bereits welche im Fahrtenbuch oder Bordcomputer befinden. Um Reparaturen, Reifenwechsel, TÜV und Versicherung kümmern sich im Regelfall die Anbieter selbst und sind vollkaskoversichert die Selbstbeteiligung liegt meist zwischen 1000 und 1500 Euro. Diese kann, ähnlich wie bei Mietwagen-Anbietern, gegen einen Aufpreis reduziert werden.
Ist die Ziel-Carsharing-Station geschlossen, kann man den Autoschlüssel in einen montierten Tresor werfen. Einen Schlüssel herausnehmen kann man, indem man ihn mit der elektronischen Mitgliedskarte öffnet.
Bei einigen Anbietern kann man das Auto aber auch irgendwo abstellen, was den Schlüssel überflüssig macht. Man hält einen Chip vor ein Lesegerät, das sich innen an der Windschutzscheibe befindet. Dadurch werden die Türen entriegelt. Um los fahren zu können, muss man ggf. noch einen Code in den Boardcomputer eingeben.
Gerade in Großstädten gibt es neben klassischen Anbietern auch Kooperationen von Autoherstellern. Wer einen PKW hat aber damit vielleicht nicht quer durch die Stadt fahren möchte, kann mit einem "geteilten Auto" durchaus Geld sparen. Ebenso ist es eine preiswerte Alternative, wenn man einen Transporter für einen Umzug benötigt oder nur einen Ausflug mit Freunden in einem Neun-Sitzer machen möchte.
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