In der nasskalten Jahreszeit fallen die Temperaturen schnell. Wer weder von der Kälte noch vom ersten Schnee überrascht werden will, der sollte sein Auto ab Oktober fit für den Winter machen. Dazu gehören natürlich vor allem die richtigen Winterreifen.
Steht ein Neukauf von Winterreifen an, sollte man ebenfalls jetzt zugreifen. Ist der Schnee erst da, kann es leicht zu Engpässen beim Händler sowie zu Wartezeiten bei den Werkstätten kommen.
Winterreifen sollten nicht älter als sechs und maximal acht Jahre alt sein. Besonders wichtig ist zudem, die Beschaffenheit der Winterreifen zu überprüfen. Man sollte Profil zeigen: Wenn dieses weniger als vier Millimeter beträgt, ist das Fahrzeug laut ADAC nur bedingt wintertauglich.
Mit einem Euro kann man die Profiltiefe Ihrer Reifen überprüfen: Der Goldrand der Münze sollte verdeckt sein - dann sind's vier Millimeter.
Reifen sind schwarz und rund, das ist aber auch schon alles, was viele über ihre Autoreifen wissen. Die Zahlen- und Buchstabenkombination seitlich am Reifen enthalten aber wichtige Infos zu seinen Eigenschaften.
Aufgeführt ist die Geschwindigkeitsklasse, die auch dem eigenen Fahrzeugschein zu entnehmen ist. Mit Pneus der Geschwindigkeitsklasse Q sind beispielsweise bis zu 160 km/h erlaubt. Limit 190 km/h gilt für die Bauart T, 210 km/h für H und 240 km/h für V. Wichtig: Man darf Reifen mit höherer Klasse, aber nicht mit niedrigerer Klasse verwenden.
Die Fertigungswoche, das Fertigungsjahr und damit das Alter des Reifens ist aus der Beschriftung, die mit den Buchstaben "DOT" beginnt, ersichtlich (DOT steht übrigens für Department of Transport, d.h., dass damit die Erfüllung des USA-Gesetzes FMVSS 119 bestätigt wird).
Seit 2000 ist die DOT-Nummer vierstellig anzugeben, die beiden ersten Ziffern geben dabei die Produktionswoche an, die letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr. 0110 bedeutet dementsprechend z.B., dass der Reifen in der 1. Kalenderwoche 2010 hergestellt wurde.
Winter- und Ganzjahresreifen sind zusätzlich noch durch die Bezeichnung "M+S" gekennzeichnet.
Runderneuerte Reifen müssen entsprechend mit der Aufschrift "runderneuert", "retread" oder "retreaded" gekennzeichnet sein. Das Erneuerungsdatum ist analog dem Herstellungsdatum anzugeben.
Sind die Winterreifen erstmal montiert, müssen die Sommerreifen erst einmal wieder zwischengelagert werden. Die Reifen sollten beim Einlagern gründlich gereinigt sein. Am besten verwendet man keine Reinigungsmittel, die Lösungsmittel oder Öle enthalten, diese schaden dem Gummi während der Lagerung. Wasser und Seife oder Spülmittel sind die bessere Variante.
Vor dem Einlagern sollte man den Luftdruck an der Tankstelle um 0,5 bar gegenüber der Herstellervorgabe erhöhen. Denn auch wenn Reifen nicht benutzt werden, verlieren sie langsam an Druck.
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