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Kaffee - das Multitalent

Bild: sxc.hu/ken noborikawa

Kaffee, Espresso oder Cappuccino?

Die Vielfalt der Bohne

Morgens zum Wachwerden, nachmittags zum Kuchen, abends nach dem Dinner oder einfach mal zwischendurch: ein Tässchen Kaffee geht immer. Rund 150 Liter trinkt jeder Deutsche im Durchschnitt jährlich davon – deutlich mehr übrigens als Mineralwasser oder Bier.

  • Kaffee ist das zweitwichtigste Handelsgut der Erde
  • 15 Milliarden Kaffeebäume gibt es weltweit
  • 7 Millionen Tonnen Rohkaffee werden jährlich produziert
  • 280 Millionen Tassen Kaffee werden täglich in Deutschland getrunken

 

Rund um die Uhr

Wann wird der Kaffee in Deutschland hauptsächlich konsumiert? Der Deutsche trinkt den Kaffee eigentlich rund um die Uhr. Man kann ihn als Wachmacher zum Frühstück trinken oder als trendiges Mixgetränk, das kann man auch am Vormittag machen oder am Nachmittag, auch zum Kuchen schmeckt der ganz fantastisch. Oder man kann ihn auch mal kalt an einem schönen Sommertag als Frappé trinken, und auch abends ist inzwischen der Kaffee ein wichtiger Bestandteil geworden, zu oder nach einem guten Essen.

 

 

Fit und aktiv

Warum macht Kaffee wach? Koffein ist  nachweislich ein Wachmacher und erhöht sowohl die Aufmerksamkeit als auch die Konzentrationsfähigkeit. Man kann also sagen, dass der Kaffee mit seinem Koffein die geistige Leistungsfähigkeit anregt. Außerdem wirkt der Kaffee sehr positiv auf die Psyche eines Menschen und macht ihn damit schlichtweg leistungsfähiger. Auch vor dem Sport kann man durchaus mal einen Espresso trinken, weil der Espresso den Kreislauf anregt. Und auch wenn man danach keinen Sport betreibt, bringt der Espresso zwischendurch die Kreislauf auf Touren.

 

Früher gab auch nicht den Trend Kaffeetrinken zu gehen. Diese Entwicklung hat viel mit Lifestyle zu tun und kam erst in den letzten Jahren auf. Mit Menschen zusammensitzen und miteinander gemeinsam bei einem Kaffee die Zeit verbringen, das ist einfach eine moderene Form der Kommunikation. Übrigens gibt es seit ein paar Jahren auch den "Tag des Kaffees". Am 28. September wurde dieser 2012 bereits zum siebten Mal gefeiert.

 

Mehr Kaffee für alle

Um knapp 30% ist der Kaffeekonsum in den letzten Jahren gestiegen. Warum? Latte Macchiato, Espresso & Co., selbst Kaffee und Tee wird heute schon gemischt, veredelt und vielfältig kombiniert. Es gibt eine immer größere Auswahl an verschiedensten Kaffeespezialitäten, Kreativität ist erlaubt. Kaffee ist einfach ein Produkt, das mit seiner Vielfältigkeit begeistern kann. Zudem hat sich die Bohne in der Qualität geändert und es gibt heutzutage eine viel höhere und bessere Kaffeequalität als noch vor 20 Jahren. Viele Deutsche sind zudem quasi schon Kaffeespezialisten geworden, denn viele haben daheim nicht mehr nur die klassische Filtermaschine, sondern oftmals auch luxeriösere Ausführungen und genießen auch in den eigenen vier Wänden ihren Cappuccino, Latte Macciatto und mehr.

 

Und weil Kaffee so erstaunlich vielfältig ist, gibt es hier noch 3 ebenso vielfältige Fakten aus der Welt des Kaffee:

1. Kaffee bedeutet „Wein des Orients":
Mitte des 15. Jahrhunderts trank man in Arabien mit Vorliebe „Quahwa“. Im Gegensatz zum Alkohol - wie Wein - war das anregende Getränk im Koran nämlich nicht verboten. Über Mekka und Medina kam der Kaffee nach Kairo und Kleinasien, weiter nach Syrien und landete schließlich in Europa.

2. Am Anfang wurde Kaffee als Heilmittel entwickelt 
Bis Mitte des 12. Jahrhundert wurden die wertvollen Bohnen, die ursprünglich aus Äthiopien stammen,  hauptsächlich zu Heilzwecken angebaut.  Zum Genussmittel wurde das Gebräu erst viel später und auch heute belegen wissenschaftliche Studien, dass der ungesunde Ruf des Kaffee ungerechtfertigt ist. Vielmehr können die wertvollen Inhaltsstoffe dabei helfen, Diabetes oder Alzheimer vorzubeugen.

3. Das Handelsmonopol für Kaffee lag bis Mitte des 16. Jahrhunderts in Arabien
Lange hütete die arabische Welt ihr Kaffeeanbau- und Handelsmonopol und überbrühte die rohen Bohnen mit heißem Wasser , um sie am Keimen zu hindern. Dadurch konnte kein Handelspartner sie nachzüchten. Erst Mitte des 16. Jahrhunderts gelang es den Niederländer Kaffeepflanzen zu entwenden und anzubauen. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde Kaffee dann rund um den Erdball angebaut und war weltweit zu einem bedeutenden Handelsgut geworden.

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