
Im Herbst und Winter gibt es vielerlei Leckereien für den Kochtopf: so auch die Esskastanie. Diese kleine Köstlichkeit bezaubert besonders durch ihren leicht süßlich-nussigen Geschmack. Als Maronen wetteifern sie auf dem Weihnachtsmarkt mit Schokofrüchten, gebrannten Mandeln und Lebkuchenherzen. Aber was genau ist die Esskastanie?
Esskastanien sind Früchte der Kastanie. Sie werden auch als Nussfrüchte bezeichnet. Ihre Reifezeit ist von Ende September bis Anfang Oktober. Im Schutz einer geschlossenen, mit dünnen Stacheln besetzten Fruchthülle wachsen leicht rundliche Nüsse. Die Schalen der Früchte haben in der Regel eine braune bis rotbraune Färbung und fühlen sich schon fast holzig an. Innerhalb dieser Schale sitzt der weiße oder gelbliche Keimling: das Fruchtfleich, das wir essen.
Die Esskastanie muss von der Rosskastanie unterschieden werden. Beide Baumarten sind botanisch nicht miteinander verwandt. Außerdem sind die Früchte der Rosskastanie ungenießbar und sollten nicht verzehrt werden. In vielen Fällen wird die Esskastanie auch zum Wildgemüse dazugezählt, obwohl sie eigentlich eine Frucht ist. Die Edelkastanie liefert nicht nur eine Frucht zum Essen, sondern dient auch als Holzlierferant, zum Beispiel für Möbel oder Böden.
Insgesamt gibt es 13 verschiedene Arten der Castanea. Die Einzige auf dem europäischen Kontinent ist die Europäische Kastanie. Ursprünglich stammt diese Baumart aus dem Schwarzmeerraum in Kleinasien. Direkt angebaut wird sie in wärmeren Gebieten, wie in der Türkei oder in Griechenland. Vor allem in der Pfalz, am Bodensee oder im Rhein-Main-Neckar Gebiet findet man auch wild wachsende Edelkastanien.
Die Kastanie wird überwiegend als Füllung oder als Beilage beim Essen verwendet. Besonders bei herbstlichen Gerichten mit Gänsen, Enten, Puten oder Wildgeflügel ist die Esskastanie eine beliebte Komponente. Sie kann Hauptbestandteil der Füllung sein oder aber auch als Sauce serviert werden.
Sie eignet sich auch hervorragend zum Rösten, da sich dann ihr süßer und leicht nussiger Geschmack besser, als beim Kochen, entfalten kann. Weil sich die Schale schwer entfernen lässt, sollte man die Früchte zuerst im Ofen rösten und anschließend für wenige Minuten im Wasser kochen. Auf diese Weise löst sich die Schale leichter. Am besten serviert man sie heiß mit Butter und Salz. Die frischgerösteten Nüsse sind auch immer ein Highlight auf den Weihnachtsmärkten, wo die Köstlichkeit unter dem Namen Maronen oder Maroni verkauft werden.
Aber es gibt auch die Möglichkeit die Esskastanie als Mehl zu verarbeiten, um Kastanienbrot oder –kuchen herzustellen. Hauptsächlich in der Italienischen, Schweizer und Korsischen Küche wird die Kastanie als Mehl gebraucht. Zum Beispiel in Piemont werden die Gnocchi aus Maronen- und Kartoffelmehl hergestellt.
Selbst in der Pfalz haben die Maronen vor dem regionalen Hauptgericht, dem Saumagen, nicht Halt gemacht. Denn diesen gibt es im Herbst immer mit Esskastanien zu kaufen.
Vermengt das Gehackte mit dem Ei, den Zwiebelstücken und dem gehacktem Knoblauch. Am besten kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Bei dem Kümmel und dem Majoran solltet Ihr etwas vorsichtig sein. Dann müsst Ihr die Maronen bearbeitet: In heißem Wasser ca. 10 Minuten köcheln lassen, nachdem Ihr die derbe Schale eingeritzt habt. Anschließend schält Ihr die Maronen. Um sie zu zerkleinern, hackt sie grob mit einem Messer klein. Ca. 1 Handvoll davon wird an die Hackmasse dazugeben und durchknetet.
Die Masse wird dann zu Klöpsen geförmt und in der übriggebliebenen, gehackten Maronenmasse gewälzt. Die Klöpse müsst Ihr dann in Butterschmalz oder in Öl goldgelb anbraten von beiden Seiten. Und fertig ist die weihnachtliche Vorspeise. Wenn Ihr dazu Kartoffeln oder Wintergemüse serviert, habt Ihr eine vegetarische Hauptmahlzeit.
Ihr müsst den Backofen auf 200° Umluft vorheizen. Die Maronen werden dann mit einem Querschnitt oder Kreuzschnitt eingeritzt, das geht am besten mit einem Tapetenmesser (Dabei auf jeden Fall aufpassen, dass Ihr den Kern nicht verletzt!). Nun gebt Ihr die Maronen für 15 Minuten in den Ofen. Dann bitte alle Maronen einmal wenden. Anschließend noch mal ca. 5-10 Minuten rösten, ehe Ihr sie herausholt. Mit etwas Butter schmeckt es sehr toll!
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