Radio7

Cybermobbing - Radio 7

Das Gute von gestern mit dem Besten von heute

Scheiter & Jack - Die Radio 7 Morningshow

mit Andi Scheiter und Claudia Axtner und Jack Krispin

  • Girl On Fire - Alicia Keys


Cybermobbing

Bild: Gerd Altmann  / pixelio.de

 

Wie schützt man sich dagegen?

Cybermobbing

 

Was es früher nur in der Arbeitswelt oder der Schulklasse gegeben hat, hat seit Beginn des Internet-Zeitalters auch den Sprung in das World Wide Web geschafft. Cybermobbing heißt das Phänomen, das zum Teil mehr Schaden an der Psyche der Betroffenen anrichten kann, als die konventionellen Methoden im realen Leben.

 

Das Problem am Cybermobbing ist, dass sich die Opfer den härtesten Anfeindungen ausgesetzt sehen und beispielsweise in sozialen Netzwerken wie Facebook zur Schau gestellt werden. Es ist für Jedermann nachzulesen oder anzusehen. Nicht selten werden peinliche Fotos von den Betroffenen ins Internet gestellt, ebenso wie Youtube-Videos, in denen gezeigt wird, wie die Opfer zum Teil brutal malträtiert werden.

 

Verschiedene Arten von Cybermobbing

 

Bild: CFalk  / pixelio.deCyberstalking

Ähnlich wie beim Stalking in der realen Welt, wird auch hier dem Opfer nachgestellt. Der Stalker "beschattet" geradezu die verschiedenen Nutzerprofile des Opfers. Dabei werden alle Möglichkeiten des Web 2.0 ausgeschöpft.

 

Denigration

Das Opfer von Denigration wird zutiefst durch peinliche Bloßstellung verletzt, sei es durch Schmähtexte oder schwer belastendes Bild-/Filmmaterial. Diese Form von Cybermobbing verstößt in dem Fall offensichtlich gegen Paragraph 22 des Kunst- und Urhebergesetzes, das die Verbreitung von Bildern und Videos ohne die Einwilligung des Abgebildeten untersagt.

 

Flaming

Beim Flaming werden böswillige, obszöne und vulgäre Beleidigungen und Ruf schädigende Meldungen an das Opfer gerichtet und verbreitet. Die Steigerung dieser Form ist das "Harassment", bei dem das Opfer kontinuierlich mit soziophatisch exakt ausgerichteten Beleidigungen konfrontiert wird.

 

Happy Slapping

Was sich anhört wie ein lustiges Party-Spiel (Topfschlagen z.B.) ist eine der am meisten gravierenden Formen von Cybermobbing. Es werden Videosequenzen veröffentlicht, in denen brutale Gewalt gegenüber dem Opfer beschönigt und verherrlicht wird.

 

Sedition

Besonders ausländische Menschen sind im Internet davon betroffen. Die Täter rufen zur Gewalt gegenüber dem Opfer auf, weil dieses beispielsweise eine andere Hautfarbe hat. Das fällt ganz klar unter Volksverhetzung.

 

 

Das Internet vergisst nichts

 

Bild: Gerd Altmann  / pixelio.deSchriftlich verfasste Beleidigungen und hochgeladene Fotos sind wie in Stein gemeißelt und auch noch nach Jahren auffindbar. Viele Dinge sind unter Umständen zwar schwerer zu finden, aber sie sind noch da und liegen wie Blindgänger auf irgendeinem Server auf der Welt, bis wieder jemand darauf stößt.

 

 

Dramatische Folgen

 

Was anfangs noch als Scherz empfunden wird, kann dramatische Folgen nach sich ziehen. Diese äußern sich in Form von sozialer Isolierung, Stress, psychischen Problemen, Depressionen und im schlimmsten Fall sogar Suizid.

 

 

Ursachen von Cybermobbing

 

Wer zum Teil auch unter dem Deckmantel der Anonymität des Internets andere Menschen im Internet schikaniert, möchte oft selbst zu einer starken Gruppe gehören, um nicht auch ein Opfer zu werden. Das Bedürfnis nach Anerkennung und Prestige ist davon nur eine weitere Stufe entfernt. Die Täter wollen Stärke und Dominanz beweisen und das sie ganz klar über dem Opfer stehen und es quasi in der Hand haben. Oft werden Opfer aber auch nur aus Langeweile gemobbt. Trotzdem sind andere Gründe z.B. die Auseinandersetzung wegen unterschiedlicher Nationalitäten, Sprachen oder einem anderen Aussehen (dick, dünn, Behinderung, etc.)

 

 

Gegenmaßnahmen ergreifen

 

Mobbing im Netz wird sich nie ganz verhindern lassen. Es wird immer Menschen geben, die andere schikanieren wollen. Trotzdem lassen sich Cybermobbing-Attacken bereits in der realen Welt unterbinden, weil sie meistens auf Schulhöfen, in Büros oder im Nachtleben ihren Anfang haben.

 

Bild: Stefan SchreierEltern müssen mit den Betroffenen die Situation erörtern und die Schule informieren und ggf. die Bilder und Videos vorlegen. Schnelles Handeln kann das Mobbing im Netz vermindern oder vielleicht auch verhindern. Viele Opfer wagen allerdings nicht, sich zu öffnen und andere zu informieren. Sie haben Angst, noch weiter in das soziale Abseits zu driften. Weitere Möglichkeit ist, die Administratoren der sozialen Netzwerke und Anbieter zu kontaktieren und Missbrauch der entsprechenden Funktionen zu melden. Den Betreibern von Facebook, StudiVZ und anderen größeren Netzwerken ist es ein großes Anliegen, das Cybermobbing im Netz einzudämmen.

Kommentare

fbloginbar
Radio 7 Webradio
Radio 7 Playlist
Mail ins Studio senden
Mediathek
Service
Facebook